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Umwelt

Die Gen-Mahnwache

Am gestrigen Donnerstag begann um 18 Uhr eine Dauermahnwache in Laase am Deich. Rund um die Uhr wollen "Aktivisten" gegen den Genmais-Anbau im Biosphärenreservat demonstrieren

 „Wir hoffen darauf, dass sich viele unserem Protest anschließen, entweder indem sie selbst zeitweise an der Mahnwache teilnehmen oder uns mit Verpflegung, Brennholz und warmen Decken unterstützen“, so Katja Tempel, eine der Organisatorinnen. Jeden Abend um 18 Uhr wird es bei der Mahnwache eine Infoveranstaltung zum aktuellen Stand geben.

Unter dem Motto „Kunst auf dem Acker“ beginnt am Samstag um 13 Uhr vor Ort ein Aktionswochenende. „Wir wollen die beiden Felder, um die es geht, mit Zeichen des Lebens markieren und wünschen uns, dass viele Menschen dabei sein werden, die die Gentechnik kritisch sehen“, so Tempel. „Vielleicht können wir den Landwirt auf diesem Wege zur Vernunft bringen und er entscheidet sich noch in letzter Minute gegen das gentechnisch veränderte Saatgut.“

Die Aktiven wenden sich grundsätzlich gegen den Anbau von Genmais, sind aber besonders empört über die geplante Aussaat in Überflutungsflächen mitten im Biosphärenreservat Elbtalaue. „In mehreren EU-Ländern ist der Monsanto-Genmais aus guten Gründen verboten“, so Tempel, „deshalb fordern wir, dass auch hier darauf verzichtet wird.“ So lange der Grippeler Landwirt seine Pläne aufrechterhält und die Meldung beim Standortregister nicht zurückgezogen hat, wollen die Gegnerinnen und Gegner der Gentechnik vor Ort die Augen offen halten.


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von Dirk Drazewski, 2008-04-18 12:39
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typisch
ewiges Negativgerede der Grünen. Als hätten die das "Patent" auf die Wahrheit.

von: grünen-gegner  

@ich tanke auch Genmais
Welch wunderbar anmutender, von hoher Intelligenz bekundender Wortschwall. Und dann doch nur die wortgetreue Wiedergabe der Werbeindustrie.

Der Verbrauch von Biokraftstoffen wird von Kritikern nicht als echte Alternative zur Lösung von Umweltproblemen gesehen, da er nicht nachhaltig produziert werden kann. Der Anbau der Pflanzen die für die Produktion von Biokraftstoffen nötig ist, findet in 1. Linie in Brasilien statt. Und dort verdrängt er den Anbau von Nahrungsmitteln. Daumen runter.

Das 2. Vorurteil „Gentechnik hilft gegen den Hunger in der Welt“, stimmt auch nicht. Gentechnik ist Teil des Problems. Durch Patente auf Saatgut versuchen die Konzerne, sich das Monopol über die landwirtschaftliche Produktion und Ernährung zu verschaffen. So halten die Agrar-Multis Monsanto, Bayer, DuPont und Syngenta bereits zahlreiche Patentansprüche auf unsere Hauptnahrungspflanzen und können so diktieren, wer was zu welchen Bedingungen und Preisen anbauen und verkaufen darf. Statt der Kinder dieser Welt werden so nur die Gentechnik-Konzerne dick und reich.
Es gibt eine ganze Palette von Gründen, die ich aufführen könnte, gegen die Gentechnik zu kämpfen. Nur einige Stichpunkte noch: Durch künstlich eingebaute Resistenzen überleben Gen-Pflanzen Giftduschen gegen unerwünschte Pflanzen auf dem Feld, erhöhter Pestizideinsatz durch Resistenzbildung bei Pflanzen und Insekten sind die Folge. Ungewolltes Artensterben. Aussagekräftige Langzeitstudien über die Verträglichkeit von Genmanipulierten Lebensmitteln gibt es nicht. Das Internet bietet eine Fülle von Informationen für die betreffenden Themen. Für das Wendland gibt es http://gentechnik-im-wendland.blogspot.com/ mit einigem Inhalt und weiterführenden Links. Lieber "Genmaistanker", bitte noch mal nachlesen.

von: Gen-Gegner  

in China fällt ein Sack Mais um
"na und"? Bislang ein Ausdruck von Desinteresse. Oder doch eher von beschränktem Horizont? Ich werde den Eindruck nicht los, unseren Ökos entgeht die wesentliche Tatsache der drastisch steigen Weltbevölkerung und die Verknappung fossiler Energieressourcen. Eine Verweigerung moderner Agrartechnik und Genmanipulation dürfte letztendlich für den unterprivilegierten Teil der Weltbevölkerung darin enden, hungrig im Dunkeln zu sitzen.

Was alles nicht getan werden soll, wissen die Grünen immer zu berichten. Konstruktive und machbare Lösungen lassen sie aber allesamt vermissen.

von: ich tanke auch Genmais  

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