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Genfeldbesetzung Laase - einstweilige Verfügung erlassen

eit fast zwei Wochen ist ein Acker bei Grippel nun schon von Gentechnik-Gegnern besetzt. Noch duldet Landwirt Riebau die Anwesenheit der Demonstranten auf seinen Flächen. Doch der Saatgut-Konzern Monsanto hat anscheinend nicht so viel Geduld: letzten Freitag wurde einer Lüneburger Aktivistin eine einstweilige Verfügung zugestellt, mit dir ihr ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro angedroht wird, sollte sie den Grippeler Acker noch einmal betreten. Die Aktivisten vor Ort schreckt das nicht.

Mit seinen bunten Transparenten, dem selbst gezimmerten Holzturm und einigen Zelten wirkt das im Elbvorland liegende Feld wie eine Miniaturausgabe des legendären Hüttendorfes „1004“ an der ersten Bohrstelle für das atomare Endlager Gorleben. Eine durchaus erwünschte Analogie, zumal die Gentechnik-Gegner durchweg auch Gegner der Endlagerpläne für Gorleben sind. Über Pfingsten zog das Mini-Zeltdorf über 100 Gäste an, die sich für die Anliegen der Genmais-Gegner interessierten.

Mit Strafandrohungen seitens Monsanto gibt es in der Genkritischen Bewegung  Erfahrungen. Letztes Jahr erhielt der Berufsimker Michael Grolm  ebenfalls eine einstweilige Verfügung, mit der  ihm ein Ordnungsgeld in Höhe von 250 000 Euro angedroht wurde. Im anschließenden Gerichtsverfahren reduzierte Monsanto das Ordnungsgeld dann auf 10 000 Euro, zahlen sollte Grolm letztendlich 1000 Euro.

Die Gentechnik-Gegner sind überzeugt, daß sich Monsanto gezielt „führende“ Köpfe der jeweiligen BesetzerInnen aussucht, gegen die er dann scharfe einstweilige Verfügungen erlässt. Im Fall Grolm war der Imker als einer der Sprecher der Initiative Gendreck-weg aufgefallen.

Auch die Lüneburger Aktivistin gilt bei der Polizei als „Rädelsführerin“. "Ich sehe in dem Vorgang nur ein weiteres Beispiel, dass die Justiz letzlich ein Instrument ist, um die Interessen von Großkonzernen wie Monsanto durchzusetzen" so die Aktivistin Cécile Lecomte. Zudem sei der Widerstand im Wendland nur groß geworden, weil die betroffenen Menschen sich nicht haben einschüchtern lassen. "Das macht uns keine Angst. Die Genfeldbesetzung geht weiter" sagte Klaus Peter, ebenfalls Gentechnik-Gegner.

Freiwillig werden die Aktivisten das Feld nicht verlassen, es sei denn, Landwirt Riebau verzichtet auf den Anbau von Genmais. Doch danach sieht es derzeit nicht aus.

 

 


von Angelika Blank/Timo Vogt, 2008-05-14 17:40
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Ich gehe auch weiterhin nach Laase. Wer kommt mit?
Diese enorme Summe soll Furcht einflößen. Es geht darum, die Protestaktionen auch an der Mahnwache dauerhaft zu unterbinden. Die Zeit läuft dem Gen-Bauern davon. Monsanto lässt seine „Muskeln“ spielen.

Der Konzern Monsanto produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zu weiteren Produkten gehört der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Rindern, sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, das seit Beginn der 80er Jahre in Deutschlandals als hochgiftig eingestuft wird.

Derzeit ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute angebauten gentechnisch veränderten Organismen sind "Monsanto"-Patente. Wer die Geschicht von Monsanto vefolgt, erfährt aus der Vergangenheit viel über die Verantwortung, die der Konzern für seine Produkte übernommen hat. Sie ist verschwindend gering bis gar nicht vorhanden. Durch Politiker, die abwechselnd bei Monsanto dann bei der Zulassungsbehörde der USA und wieder bei Monsanto beschäftigt waren, erhielt der Konzern die Zulassung. Politiker übernahmen ohne fundierte Erkenntnisse, Ergebnisse des Konzernlabors. Ein Schneeball der zur Lawine wurde.

Mittlerweile sind Rinder und Schweine in den USA, die mit Genmais gefüttert wurden, Untersuchungen zu Folge in hohem Maße unfruchtbar geworden. Wie der Menschliche Organismus auf genmanipulierte Nahrungsmittel reagiert, ist in keiner Langzeitstudie ermittelt worden.



Ich werde auch weiterhin an den Aktionen gegen den Genmais in Laase teilnehmen. Und wenn das Feld geräumt werden sollte, bin ich dort. Wer kommt mit?



http://gentechnik-im-wendland.blogspot.com/

der Webblog zum Thema

von: Bienenfreund  

unglaubliche machenschaffen
wer so hohe bussgelder androht, der hat einiges zu verlieren. machen wir den verlust von monsanto größer!

von: gen technik weg  

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