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Altenpflege in Norwegen

Wie aus den vorangegangenen Berichten hinlänglich bekannt, sind wir nach Norwegen gezogen, um dort unsere Berufe Krankenschwester und Altenpfleger unter besseren Bedingungen als in Deutschland auszuüben. Wieviel besser die Bedingungen sein werden, hätten wir uns allerdings nicht träumen lassen...

Obwohl auch hier die Angestellten oft und gern darüber schimpfen, wie furchtbar die Arbeitsbedingungen sind. Wir können dann immer nur den Kopf schütteln und allen raten, einmal für sechs Monate in Deutschland zu arbeiten.... Es beginnt bereits damit, das wir bei einer Vollzeitstelle - so wie ich sie habe- statt 40 oder mittlerweile sogar 42 Wochenstunden in Deutschland hier nur 35,5 Stunden arbeiten müssen. Was dem Durchschnittsnorweger eigentlich schon viel zu viel ist. Wenn in einem Haus keine Dauernachtwachen eingestellt sind -was hier mit Rücksicht auf die Angestellten immer seltener der Fall ist- hat man bei einer Vollzeitstelle zwei Nächte in sechs Wochen zu arbeiten und muß hinterher mindestens zwei Tage frei haben, wobei der erste Tag nach der Nachtwache nicht als frei zählt. So erholsam!

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Ellen im Dienstzimmer der Pflegestation

Zudem haben wir in unserem kleinen, 40 Plätze zählendem Pflegeheim mit angeschlossenem betreuten Wohnen des Nachts recht wenig mehr zu tun als anwesend zu sein. Hier dürfen die Bewohner nachts durchschlafen, ohne alle zwei Stunden zwecks umdrehen und Getränk zu sich nehmen geweckt zu werden. Mal zugeben bitte, wer von uns steht nachts alle zwei Stunden auf und trinkt einen Becher Wasser ? Na also, wer will also bitteschön drei- oder viermal des Nachts geweckt werden, um etwas zu tun, was er nicht möchte ? Und ich habe hier bisher noch keinen Fall von Dehydration bei einem Bewohner erlebt, wie das in Deutschland an der Tagesordnung war.

Umgelagert werden nur Bewohner, die wirklich extrem druckgefährdet sind. Und man wird es kaum glauben - im ganzen Haus haben wir einen einzigen Bewohner mit Druckgeschwür, welches er bereits von zuhause mitbrachte. Bis auf zwei schwerstkranke Bewohnerinnen bleibt niemand über Tag im Bett.

Solche Sachen wie nachts putzen, Wäsche waschen oder Medikamente stellen sind hier unbekannt. Die Arbeitgeber sind der Auffassung, das es bereits schwer genug ist, nachts wach zu sein. Deshalb gibt es auch kräftige Zuschläge für das nächtliche Wirken. Hier kann niemand wirklich glauben, das es in Deutschland Standard ist, sieben bis zwölf Nächte am Stück zu arbeiten und das in vielen Einrichtungen ohne Nachtzuschlag. Der Durchschnittspfleger in Norwegen ist völlig erledigt, wenn er einmal fünf Tage am Stück arbeiten mußte, ohne zwischendrin frei gehabt zu haben, geschweige denn mehr als zwei Nachtdienste.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo ab sechs Uhr morgens -und entgegen den Vorschriften oft noch früher- geweckt und gewaschen wird, dürfen die Bewohner hier solange schlafen, wie sie möchten. Bei einigen kann das durchaus bis halb zwölf sein. Dafür gehen sie aber auch ins Bett, wann sie möchten - und nicht generell abends um sieben. Wenn sie nachts um halb zwölf noch einen Film im Fernseher des gemütlichen Gemeinschaftsraumes sehen möchten, bringt die Nachtwache sie anschließend zu Bett. Die hat hier ja Zeit dazu, da sie nicht mit hundert anderen Aufgaben zugepflastert ist.

Auch die Schichtbesetzungen sind hier wesentlich großzügiger als in Deutschland. Wurde dort in der Frühschicht bei 20 Patienten mit 2 Pflegekräften und einem Lehrling gearbeitet, sind wir hier bei 15 Patienten des morgens nicht selten mit sechs Leuten – Lehrlinge laufen nebenher und gelten im Personalschlüssel nicht als Pflegekraft. Es können also durchaus auch mal 8 Leute sein.

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Die gutgelaunte Frühschicht während der Kaffeepause

In manchen norwegischen Pflegeheimen gibt es noch einige Doppelzimmer. In unserem Haus haben wir nur Einzelzimmer von durchschnittlich 25 qm Größe mit eigenem rollstuhlgerechten Duschbad und Toilette. Wer möchte und wessen Gesundheits- und Geisteszustand es zuläßt, darf sein Zimmer auch nachts verschließen. Viele Bewohner haben ihre eigenen Möbel mitgebracht. Lediglich ein höhenverstellbare Pflegebett ist Pflicht, um die Gesundheit der Angestellten zu schützen.

Ausser der Pflegeabteilung mit 15 Zimmern, auf der ich eingesetzt bin, verfügt unser Haus noch über eine Station für leicht Demenzerkrankte mit sechs Plätzen und eine für Schwerstdemente mit fünf Plätzen -hier sind ständig zwei besonders ausgebildete Pflegekräfte anwesend.

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Frühstück auf der Demenzstation

Ausserdem gibt es 14 betreute Wohnungen mit jeweils zwei Zimmern, Kochnische und Badezimmer. Hier ist ständig eine Schwester oder ein Pfleger anwesend, falls jemand Hilfe benötigt.Die Bewohner der hübschen Wohnungen mit eigener Terasse versorgen sich weitestgehend selbst, treffen sich aber, wenn sie das möchten, zum gemeinsamen Mittagessen in einem schön eingerichteten Speisezimmer.

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Abteilung „Betreutes Wohnen“ vom Innenflur gesehen

Auch die häusliche Krankenpflege hat ihren Stützpunkt bei uns im Heim und von hier aus fahren die diensthabenden Pflegekräfte mit fast nagelneuen Geländewagen ihre Patienten an. So gut wie diese Autos in Schuß gehalten werden, habe ich noch bei keiner Einrichtung in Deutschland erlebt. Zudem wird den Pflegekräften in diesem Bereich die Realzeit als Arbeitszeit angerechnet und es gibt keine Abzüge für eventuell längere Fahr- oder Pflegezeiten, wenn etwas ausser der Reihe anfällt.

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Hauskrankenschwester Marianne mit Dienstwagen

Zusätzlich zum Pflegeteam haben wir in unserem Haus eine festangestellte Physiotherapeutin, die an zwei Tagen in der Woche in ihrem eigens für sie eingerichteten und gut ausgestatteten Raum mit den Bewohnern arbeitet. Auch eine Fußpflegerin und eine Frisörin zählen einmal pro Woche zum Team. Und nicht zu vergessen -falls irgendwo eine Tür klemmt, ein Wasserhanhn tropft, ein Ausguss verstopft ist oder die Heizung streikt- unser allzeit einsatzbereiter, stets lächelnder Hausmeister Per Gunnar.

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Der weltbeste Hausmeister Norwegens !

Die hauseigene Küche zaubert mit den zwei Zwei-Damen-Mannschaften täglich vier vorzügliche Mahlzeiten, an denen auch die Angestellten teilhaben können. Ansonsten darf man in der Kantine zu äußerst geringen Preisen speisen - am liebsten tu ich das Freitags, da gibt es eigens für uns gebackene Pizza.  Getränke in großer Auswahl sind - in welchen Mengen auch immer- umsonst.

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Die zwei Schönen vom Küchenteam

Pflegehilfsmittel und arbeitserleichternde Gerätschaften wie z.B. Lifter, um die Patienten zu heben, sind mehr als reichlich vorhanden (allein in unserer Pflegeabteilung sechs Stück !), und Fortbildungen werden in allen möglichen Variationen angeboten – wobei sowohl die Kursuskosten als auch die dafür benötigten Zeiten vom Arbeitgeber bezahlt werden. Ist der Kurs weiter entfernt, trägt er auch die Fahrt- und Unterbringungskosten.

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Stehlifter – Wie fühlt man sich darin ?

Wie besorgt der Arbeitgeber um die Gesunderhaltung seiner Arbeitskräfte ist, spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, das es in unserem Haus ein perfekt ausgestattetes Fitnessstudio gibt, was von den Angestellten der Kommune Tolga umsonst benutzt werden kann. Sehr schön ist auch der speziell für uns Pflegekräfte angeschaffte Massagesessel !
Gern und viel wird in unserem Haus gefeiert...und zwar zusammen mit Angestellten und Bewohnern. Sicher gibt es auch in Deutschland Weihnachts- und Sommerfeste. Der Unterschied ist nur, das dort verlangt wird, unbezahlt anwesend und gutgelaunt zu sein. Hier darf man mitfeiern, mitessen und -trinken und wird dafür auch noch bezahlt ! Klar, das sich zu solchen Anlässen alle Angestellten einfinden, die auch nur ein bißchen Zeit erübrigen können.

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Gemeinsames Essen beim alljährlichen Herbstfest !

Der Feierreigen beginnt in der ersten Januarwoche mit dem „Juletrefest“ - da wird der Weihnachtsbaum geplündert und rausgeschmissen und es gibt  Essen und Trinken für alle. Im Frühjahr gibt es selbstverständlich ein Frühlingsfest und ganz besonders wird der 17. Mai gefeiert, der norwegische Unabhängigkeitstag. Da ist alles, was nicht fest im Bett liegt, auf der Strasse und schaut den Umzug an.

Dann gibt es ein Sommerfest , ein Herbstfest und ein „Julebord“ - eine Weihnachtsfeier. Einmal für die Angestellten -f inanziert vom Haus- und einmal für Bewohner, Angehörige und Angestellte zusammen. Ihr seht, die Norweger sind ein feierfreudiges Völkchen ! Das Sommerfest findet natürlich draussen statt, wozu haben wir einen schönen, weitläufigen Garten...

Was hier völlig anders geregelt ist als in Deutschland ist der Urlaub. Die Dauer beträgt je nach Alter und Berufsjahren zwischen drei und fünf Wochen jährlich, wobei mindestens drei Wochen am Stück genommen werden MÜSSEN. Keine „man-sollte-ja-eigentlich-aber...“ Bestimmung wie in Deutschland. Es gibt kräftig auf die Nase für die Heimleitung, wenn sie es nicht fertigbringt, soviele Vikare -das sind Vertretungskräfte- an Land zu ziehen, das die Urlaubszeiten abgedeckt sind und alle die vorgeschriebenen Zeiten nehmen können.

Urlaubsgeld in dem Sinne, wie es das einmal in Deutschland gab -und vereinzelt noch gibt- gibt es hier nicht. Man zahlt jeden Monat einen geringen Satz vom Bruttogehalt in eine „Ferienkasse“ ein und  bekommt dafür im folgenden Jahr 12 % des gesamten Jahresbruttoeinkommens -zuzüglich aller Zuschläge und Überstundengelder- für die Zeit, die man in Urlaub geht, als „feriepenger“ Dafür gibt es allerdings in dieser Zeit kein Gehalt. Wenn man aber nachrechnet, hat man trotzdem einen Überschuß auf dem Konto !

Ähnlich einfach ist es mit der Steuer. Der Satz beträgt 36 %, wobei darin aber auch alle Sozialabgaben -Krankenkasse, Renten- und Arbeitslosenversicherung ect.- enthalten sind. Hat man Kinder, ermäßigt sich der Satz auf 28 %, egal ob man verheiratet ist oder nicht.Die Jahresabrechnung wird vom Finanzamt ausgearbeitet, man bekommt die fertige Abrechnung zugeschickt, prüft nach, macht etwaige Korrekturen und schickt sie dem „skattetaten“ wieder zurück – so einfach ist das !

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Und das ist das Pflegeheim von aussen...wer möchte da nicht wohnen ?

Fazit des Ganzen nach drei Monaten Arbeitsleben : Es hat mir noch nie so viel Spaß gemacht, in der Pflege zu arbeiten, wie hier in Norwegen.

Als berufsbedingt chronisch Rückenkranke mit Arthrose in der Wirbelsäule war ich in Deutschland selbst unter hochdosierter Schmerzmedikation so weit, das ich meinen Beruf zumindest nur noch geringfügig hätte ausüben können, wahrscheinlich aber innerhalb der nächsten zwei Jahre komplett an den Nagel hätte hängen müssen. Hier bin ich aufgrund der wesentlich leichteren Arbeitsbedingungen unter geringerer Schmerztherapie wieder voll einsatzfähig.In Deutschland kam ich nach einer Schicht völlig zerschlagen nach Hause. Hier habe ich nach der Schicht noch genug Energie, um z.B. eine Wanderung durch die wunderschöne Natur zu machen.

In diesem Sinne – schöne Grüße an all meine geplagten Kolleginnen und Kollegen, die es immer noch aushalten, im deutschen Pflegesystem für einen Hungerlohn engagiert zu arbeiten.

 

 


von Marina Trunczik, 2008-11-12 13:13
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Hallo Marina
Dieser Bericht ist ja nun schon einige Zeit her... falls Du diese Zeilen noch lesen solltest wäre ich unendlich dankbar, wenn Du mir an meine E-Mailadresse schreiben würdest und ich Dir ein paar Fragen stellen dürfte.

Ganz herzlichen Dank im Voraus!!

Sara (baileyaussipower@gmx.de)

von: Sara Paterson  

Ausbildung
Hallo, ich würde gern eine Ausbildung zum Altenpfleger in Norwegen anfangen, könnt ihr mir vieleicht helfen zwecks Stellen wo ich da schauen kann?

von: Robert Jentzsch  

Frage zu bericht
Hallo. Wo seit ihr denn hingezogen? Ist das wahr dass in norwegen in allen sozialen berufen mangel an personal ist? Ich bin zwar mechaniker aber ich will meinen altenpfleger machen und dann weg von hier :P Die deutschen nerven mich :D Und ich dachte weit oben wo die wildniss noch wildniss is kanns garned verkehrt sein. (Ich bin naturfreak müsst ihr wissen). Ich war 5 monate in Neuseeland und weiß wie schlimms hier is :P Und norwegen soll der hammer sein. Dafür nehme ich sogar in kauf ne neue sprache zu lernen.

von: Tobias Andre  

Deutschland ist leider nicht Norwegen!
Ich glaube, jeder würde sich diese norwegischen Verhältnisse in der Pflege wünschen, die im Übrigen auch in den meisten anderen Bereichen im Vergleich zu Deutschland paradiesisch sind. Leider ist das ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Wir vergleichen uns ja auch nicht mit Saudi-Arabien, und Norwegen ist wegen seines Ölreichtums und seiner Einnahmen daraus eher mit Saudi-Arabien vergleichbar als mit Deutschland. Kein Witz!

von: Holger  

Große Interesse
Hallo...
durch stöbern im Internet bin ich auf diese Seite gestoßen, einfach toll!! Bin echt begeistert!!!
Ich bin im mai 2011 mit meiner Ausbildung als AP fertig bin 20 Jahre und suche mir eine Stelle im Ausland! Wäre echt super, wenn ich einige Infos erhalten würde! Hat man denn ü-haupt eine chance eine Arbeitsstelle in Norwegen zu bekommen?
Ich würde mich über eine antwort sehr freuen!
meine e-mail: regine_4@gmx.de
Liebe Grüße Regine

von: Regine  

AP in Norwegen
Hallo Marina,der Bericht ist ja schon etwas älter,aber vielleicht habe ich ja Glück. Ich bin AP seit 15 Jahren 46 Jahre alt und möchte gerne meinen Beruf weiter ausüben. Aber nicht zu diesen Bedingungen in Deutschland.Welche Voraussetzungen benötigt man? Wäre das Alter ein Problem? Ich würde mich riesig freuen wenn du mir an meine E-Mail Adresse die erforderlichen Infos schicken würdest. Lieben Gruß an deine Kollegen :) Viola Viola_Groehling@web.de

von: Viola Gröhling  

Möchte kontakt zu dieser Station aufnehmen
Ich bin Dozentin für Altenpflege, selber Krankenschwester und suche für 2 Monate eine Praktikumsstelle in Norwegen, um mir mal einen Eindruck zu verschaffen und ein bißchen norwegisch zu lernen. Ich möchte so gern mal die so anderen bedingungen kennenlernen und wäre sehr an einer Vermittlung in Ihre Einrichtung interesseirt, wo ist die denn?
grüße
Anja Röhl

von: Anja Röhl  

.ich folge dir...
..ein sehr schöner Bericht der mit meinen Träumen übereinstimmt.Bin schon fleißig norsk lernen.
Viele Grüsse aus Deutschland zurück.Jörg

von: Jörg Zikmund  

stressfreies arbeiten
im sommer 2010 bin ich mit meiner Ausbildung zur Fachkraft für Pflegeassistenz fertig. Bevor ich im Oktober meine weitere Ausbildung beginne würde ich gerne jobben in einem Pflegheim in Norwegen. Würde mich über eine mail freuen.Verdienst ist nicht im Vordergrund,sondern andere Arbeits-und Sichtweisen in der Altenpflege.mvh ---fischkopfrasmussen@web.de

von: sophie-luise Rasmussen  

EIN LICHTBLICK !
ENDLICH MAL WAS POSITIVES AUS DER ALTENPFLEGE; MAN GLAUBT ES KAUM. NUR BEI UNS KLAPPT DAS NOCH NICHT! SO STELL ICH MIR DIE AP AUCH VOR; DA BESTEHT JA EINE VERBINDUNG ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS. ICH BIN SEIT CA 5 JAHREN ALS PFLEGEHELFER BESCHÄFTIGT UND ABSOLVIERE NEBENHER MEINE AUSBILDUNG ZUR EX.PFK 2011 HAB ICH ES HOFFENTLICH ENDLICH GESCHAFFT! 4 JAHRE IST LANG! BIN SO ABGENERVT VON DIESEM PFLEGESYSTEM IN DEUTSCHLAND,MISERABLE ARBEITSBEDINGUNGEN;SCHUFFTEN BIS ZUM UMFALLEN ;ARSCHTRITT INKLUSIVE; VERDIENST "SPITZE" MANCHMAL HAB ICH DAS GEFÜHL MAN WIRD WIE EIN SKLAVE BEHANDELT; DIE CHEFS KAPIEREN ES NICHT DAS NUR ZUFIEDENE MITARBEITER MIT FREUDE UND ENGEGAMENT DABEI SIND;MAL ARBEITEN WIE ICH ES IN DER SCHULE LERNE; HAHA..MIT ZEIT UND RUHE; DEM MENSCHEN GERECHT WERDEN ; DAS HÖRT SICH sehr GUT AN, MARINA! WERDE DEINEN BERICHT AUSDRUCKEN UND MEINEN KOLLEGEN ZEIGEN;EINWENIG MITARBEITERMOTIVATION;VIELEN DANK FÜR DEINEN BERICHT!!!! ICH HÄTTE BITTE GERNE AUCH EIN PAAR DETAILS WAS ICH ALLLES BENÖTIGE UM ALS AP IN NORWEGEN ZU ARBEITEN; MR-NB@Gmx.de VIELEN VIELEN DANK UND GRÜßE DEINE KOLLEGEN AUS BERLIN VON MANUELA :-))))

von: MANUELA RICHERT  

neid kommt auf
hallo marina,
schöner bericht hier :)
ich bin selbst examinierter altenpfleger (3 jahre ausbildung) und finde das land echt schön. wäre supi, wenn du mir über meine email ein paar details zukommen lassen könntest, die ich brauche, um in norwegen als altenpfleger arbeiten zu können.
vielen dank schon mal und bis dahin
gruß olli

OliverKupke@web.de

"Altenpflege ist kein Beruf,Altenpflege ist eine berufung"

von: olli  

hi
Mache gerade meine Ausbildung zur examinierten Atenpflegerin und war am rum stöbern als ich auf diese Seite gestoßen bin und fand sie total genial. Endlich mal eine einrichtung die auf das Wohl der Bewohner und der Mitarbeiter achtet.

Ich möchte nehmlich nach meiner Ausbildung nicht hier in Deutschland bleiben sondern nach norwegen gehen und würde nun gerne wissen wie das so mit der Jobsuche ist, ob man einfach einen findet und wie die deutsche ausbildung anerkannt ist.

würd mich über eine antwort von euch freuen.

und wie ist das mit tier besuchen im heim. gibt es das auch in norwegen? ich habe zwei ausgebildete Therapiehunde und gehe regelmäßig mit ihnen bei uns im heim die bewohner besuchen, wäre das auch in Norwegen möglich.

lg andrea

ps meine email ad ist andrea-erbelding@web.de

für eventuelle antworten.

von: Andrea Erbelding  

Hallo
Ich finde Ihren kurzen präzisen Beitrag , sehr gut.
Ichhabe auch vor nach Norwegen aus zuwandern habe Altenpflegerin gelernt und habe gehört die Berufbezeichnug gibt es dort nicht. Können Sie mir sagen ob man überhaupt ein Chance hat trotz dieser Ausbildung einen Job zu bekommen?

Mit freundlich Grüßen
Frau Maaz

von: maryann Maaz  

Danke für diesen Bericht
solches hört man in deutschland bei den ständigen debatten über "kosten im gesundheitswesen" nicht. habe 2007 als altenpfleger (3 jährige ausbildung) ausgelernt. trotz einem 1,6 examensabschluss, bin ich ständig arbeitslos. denn dem druck, der in der altenpflege herrscht bin ich mit meinen 46 jahren leider nicht mehr gewachsen. soll nun für einen stundenlohn von brutto 9,52€ bei einer zeitarbeitsfirma arbeiten und verantwortung für 40 bewohner übernehmen als fachkraft, schichtleitung alleine mit 2 helfer - manchmal nur 2 praktikanten. der personalschlüssel stimmt auf dem papier, doch in der eigentlichen pflege sind die im büro sitzenden kollegen (pflegefachkräfte) nur selten. sie haben jedes wochenende und feiertags frei. zeit für das zwischenmenschliche bleibt kaum mehr, was mich innerlich schwer belastet, denn diese zu pflegenden menschen haben einen besseren lebensabend verdient. das privatleben (ich stehe einem 8 personenhaushalt vor) fast null. schichtenmarathons von 10 – 12 tagen (längste schicht war in meiner ausbildung incl. schule 21 tage mit 1 tag pause zwischendurch) zehren an der substanz. hierbei entstanden einige gedichte, diese sind nachzulesen unter http://spaces.msn.com/wleteam. spiel seit langem mit dem gedanken im europäischem ausland eine neue existenz aufzubauen, doch leider wird mein beruf in viele länder nicht anerkannt (österreich und wie aus berichten zu ersehen, ist dies leider auch in norwegen der fall). nun zu meine fragen, ist es dennoch möglich in norwegen in diesem beruf zu arbeiten? was kann man als eventuelle hilfskraft oder assistenz im monat verdienen?

(ps. rechtschreibfehler bitte ich zu übersehen)


über eine nachricht an meine emailadresse wle4you@web.de freue ich mich sehr.

Mfg

Detlef Norbert

von: Ledermann Detlef  

Job als Altenpfleger
Hallo, habe gerade mit begeisterung eure Seite hier gefunden.
Ich selbst bin auch Altenpfleger und möchte gerne in Norwegen arbeiten.
Ich arbeite zur Zeit in Dänemark in einem Pflegeheim, spreche daher auch dänisch.
Norwegisch ähnelt ja der dänischen sprache.
Werden denn in Norwegen Pflegekräfte gesucht oder ist es eher schwierig dort einen Job zu bekommen?
Ist denn das deutsche Examen in Norwegen anerkannt?
In DK ist mein Examen jedenfalls anerkannt.
Würd mich freuen wenn Ihr mir mal per email schreibt.
Flensburg24@yahoo.de

Netten Gruß Christian

von: Christian Friedrich  

Winterbilder?
Heido Marina og Ralf,
wann kommen die Winterbilder ins Netz?
Sollen doch alle sehen was Ihr für schönen Schnee habt!
:)
Grüße aus Deutsch Evern

Die Freddie's

von: Kristina   

SUSI; MELDEN BITTE !!!!
Hallo Susi, wenn du hier nochmal stöberst, bitte bitte melde dich mal per Mail unter malikah@gmx.de , ich würde mich tierisch freuen !!!!
Liebe Grüße aus Norge
Marina

PS: Freut mich, das euch mein Bericht gefallen hat. Die Mädels hier sind alle ganz stolz, das man sich in D für sie interessiert *grins*.

von: Marina Trunczik  

Menschlichkeit...
... sollte bei der Altenpflege eines der Hauptkriterien sein, finde ich. Offenbar wird dies außerhalb von Deutschland noch beherzigt und noch wichtiger: ermöglicht! Denn letztlich profitieren ja die Bewohner des Heims von guten Arbeitsbedingungen, die die Mitarbeiter erfahren. Und so sollte es auch sein. Es ist furchtbar, wenn ein alter Mensch wie ein Gegenstand behandelt und abgefertigt werden muss, weil einfach keine Zeit für einen würdigen Umgang da ist und der Stress oder eigenes Unwohlsein einem jedes nette Wort von den Lippen raubt. Daher: Vielen Dank für den Bericht!

von: Jungchen, die irgendwann auch mal alt ist  

danke für den Bericht
da wird uns hier ja immer vorgegaukelt, was wir für ein tolles Sozialsystem haben, ... Dass es auch anders geht, und dann auch Menschlich, geht gut aus deinem Bericht vor. Meine Mutter hatte lange Jahre die Heimleitung eines ähnlich kleinen Altenheims in Berlin, ich selbst habe ja auch kurzfristig dort gearbeitet. Stimmt, die Gesundheit der Schwestern war ziemlich marode mit der Zeit. Das kleine Heim wurde aufgegeben, da es seine Kosten nicht einbrachte, als meine Mutter in Rente ging. Es bleiben wohl am Ende bloß die Bettenburgen und die Anonymität im Alter hier. Viele Grüße von Susi (die mit der Rubina) aus dem Wendland

von: susi  

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