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Neuigkeiten ![]() Gorleben: "Erkundungslüge ist aufgeflogen" - updateMit dem Ausbau Gorlebens zum Atom-Endlager wurde längst begonnen. Diese für Atomkraftgegner nicht überraschende Erkenntnis meldete am Donnerstag die Frankfurter Rundschau. Was Atomkraftgegner und auch der ehemalige Bundesminister Jürgen Trittin seit Jahren behaupten, scheint nun durch ein internes Behördenpapier belegt.Update: Anlässlich der Tatsache, dass es sich bei dem Forschungsbergwerk Gorleben um ein illegales Atommüllendlager handelt, rufen Atomkraftgegner für morgen (Freitag) Mittag zum Einebnen des Projektes auf. Um ´fünf vor zwölf´ (11.55 Uhr) soll am morgigen Freitag, 29. Mai damit begonnen werden, die Einebnung des Schwarzbaus im Wendland in die Wege zu leiten. Gemeinsam mit Bauern wollen hunderte Atomkraftgegner nun Fakten schaffen und fordern den Abriss des illegalen Schwarzbaus.
Treffpunkt: Fünf vor Zwölf / 11.55 Uhr, am illegalen Atommüllendlager Gorleben In dem der Frankfurter Rundschau (FR) vorliegenden Schreiben entgegnet das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) auf einseitig ausgerichtete Aussagen einer Broschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vom Herbst 2008. Danach wehrt sich das BfS in scharfer Form gegen den Eingriff des Wirtschaftsministeriums in die Zuständigkeit des Umweltministeriums und plädiere für ein vergleichendes Suchverfahren für die Errichtung eines Endlagers hochradioaktiver Abfälle. Besonders brisant die Passage, in der es um die hohen Kosten der Erkundungsphase geht: Zitat aus dem Artikel der Frankfurter Rundschau (Schwarzbau Gorleben): "Die bisherigen Erkundungskosten haben außerordentlich hoch gelegen, 'was jedoch darin begründet liegt, dass hier parallel zur Erkundung bereits der Ausbau zum Endlager begonnen wurde", so ein Auszug aus dem Schreiben des BfS. Zudem attackiere das BfS das Wirtschaftsministerium heftig, da es sich unzulässigerweise in die Zuständigkeit des Umweltresssorts eingemischt habe. Es weist auch dessen Angabe zurück, eine Aussage über die Eignung Gorlebens könne nach Neustart der Untertage-Arbeiten schon binnen fünf Jahren getroffen werden. Realistisch seien 15 Jahre. Desweiteren soll das BfS sich gegenüber dem BMWi für ein neues Auswahlverfahren ausgesprochen haben. Zitat FR: "Die Kosten lägen niedriger als vom Wirtschaftsministerium befürchtet, das von 'Mehrkosten in Milliardenhöhe zu Lasten der Stromverbraucher' schreibt. Tatsächlich koste das von Gabriel favorisierte Verfahren 'deutlich unter 1 Mrd. Euro', inklusive untertägiger Erkundung." “Die Erkundungslüge ist aufgeflogen”, kommentiert die Bügerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Bisher hatten Behörden und die jeweiligen Regierungsparteien die Sprachregelung, in Gorleben würde nur erkundet, vehement verteidigt. Seit Oktober 2000, mit Beginn des Moratoriums, fließen nur noch Mittel in das Projekt, die zur Offenhaltung des Betriebs notwendig sind. Wie schon gegenüber der Frankfurter Rundschau dementierte die Pressestelle des BfS auch gegenüber wendland-net, das Schreiben zu kennen. UPDATE: Hier die Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz zu dem Fr-Artikel: "Die Entscheidung, den Salzstock Gorleben im Rahmen des Bergrechts zu erkunden und mit hohem Aufwand auszubauen, ist damals im Vorfeld des Projektes auf politischer Ebene getroffen worden. Der Umfang des Ausbaus ist durch das Bergrecht genehmigt und wurde vom Bundesverwaltungsgericht 1990 für zulässig erklärt.
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Foto(Archiv): Unter Tage in Gorleben von Angelika Blank , 2009-05-28 15:31 Kommentieren
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