|
|
Meinung Wir sollten jetzt Wind machen!... nun sind sie endlich wieder weg – all die beängstigend lächelnden Gesichter und die dummen Sprüche auf den Wahlplakaten, die wochenlang die Fahrt im Auto zum Spießrutenlauf gemacht haben. „Wir haben die Kraft“, „Deutschland kann es besser“, „Unser Land kann mehr“ – ja, das war schon ein arg programmatischer, ein geradezu visionärer Wahlkampf. Den Vogel hat aus meiner Sicht aber die „Linke“ abgeschossen: „Reichtum für alle!“ Das ist mal eine Forderung! Die hat schon karnevalistische Güte. Aber immerhin hat das wohl die „Linke“ selbst auch bemerkt, denn hundert Meter weiter plakatierte dieselbe Partei: „Reichtum besteuern!“ Satiriker möchte ich nicht sein. Dieses Berufsbild haben die Politiker längst selbst besetzt. Aber, wie gesagt, nun ist das endlich wieder vorbei. Interessant ist dabei die Frage, ob mit den Wahlplakaten auch die paar handfesten Forderungen wieder abgebaut werden. Etwa das herzhafte Eintreten unseres Erzbengels Gabriel gegen Atomkraft und Gorleben als Endlagerstandort. Oder hat er jetzt für die nächsten vier Jahre erst mal wieder fertig und legt sich nach dem anstrengenden Wahlkampf wieder hin? Wahrscheinlich ist es an uns, jetzt die Glut nicht verlöschen zu lassen. Denn so blöd, wie es nun mal ist, daß Politiker ihr Mäntelchen gern in den Wind hängen – wenn es denn so ist, dann müssen wir einfach den Wind machen. Und die Chancen dafür stehen so gut wie noch nie, weil gerade jetzt all das unterm Teppich hervorquillt, was wir zwar lange schon wußten, was uns aber die meisten nicht glaubten. Jetzt liegt es stinkend auf dem Tisch: All die Sauereien, die in der Asse passierten und passieren, all die politische Einflußnahme auf „objektive“ Gutachten, all die Illegalitäten beim Ausbau des „Erkundungsbergwerks“ zum Endlager und, und, und. Wir sollten all das nicht wieder unter den Teppich kehren lassen! von Karl-Heinz Farni, 2009-09-26 09:16 Kommentieren
"wer wind sät wird sturm ernten!"
hallo herr farni...ihr aufmacher in der letzten zero ist hervorragend, ich stimme ihnen voll zu, dass die gelegenheit für ein endgültiges "aus für gorleben" nie grösser war, als heute. also müssen wir jetzt wind machen, der sturm kommt dann von alleine! ich hab da auch schon so eine idee: seit wir vor etwa 5 jahren hier zugezogen sind, amüsiere ich mich über die jährliche show im november mit zigtausend polizisten. gleichzeitig interessiert es absolut niemanden, dass das zwischenlager in 48 wochen pro jahr fast ungeschützt in der landschaft liegt. jeder profi hat in windeseile die leichtbauhalle zum einsturz gebracht - und dann? daher könnte ich mir vorstellen, eine fiktive reportage über die "besetzung des zwischenlagers gorleben" zu schreiben und zu veröffentlichen, mit dem tatbestand eines erpressungsversuches des deutschen staates. forderung: "entweder ihr zieht euch aus afghanistan zurück oder das zwischenlager geht hoch- mit allen bekannten(?) konsequenzen"...na wär das was? fragt die nachteule von: nachteule
Vielen Dank für den geilen Link
Echt sehenswert, frei nach dem Motto: GOOGLE WEIẞ MEHR, ALS DU DICH ERINNERN KANNST Grüße von: Pirate Lover
Beeinflussung durch Wahlplakate?
Hilfe, hoffentlich richtet sich niemand nach der XXL-Passfoto-Propaganda, die uns seit Wochen von Masten und Bäumen anblickt. Nichts ahnend fährt man die Straße entlang - Huch, da blitzt es! Aber nein, kein Starenkasten, sondern nur ein Wahlplakat. Sieht aber aus wie Werbung für Dentagard! Ich guck da nicht mehr hin. Und ganz im Ernst: Werbung einer Partei, die mich als Haushaltswurfsendung vier Tage vor der Wahl erreicht, kann mich auch nicht mehr umstimmen. Es sieht für mich eher wie ein Hilferuf unserer aktuellen Frau Oberin aus, ihr die Kraft zu geben, noch mehr Dönkes zu verzapfen. Ist es eine rosa Zukunft oder das Blaue vom Himmel, das uns derzeit vorgegaukelt wird? Also lieber an die Fakten halten und sich selbst informieren. Zum Thema Wahlkampf gibt es übrigens einen netten Link: http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/166/ von: Wählerin [Weniger passende Kommentare] | Anzeigen ![]()
video: ELBLABOR 2010 - Künstlerische Forschungsstation im KLANG!-Container in Damnatz und HamburgDer Landkreis Lüchow-Dannenberg veranstaltet im mehr |












reportage
an einem ganz normalen donnerstag, 15. oktober 2009 um 7.00 uhr. draussen pfeift der wind über die stoppelfelder und durch die gassen von gorleben, die menschen bereiten sich auf einen ungemütlichen herbsttag vor - wenigstens sind ferien und die kinder müssen nicht raus.
plötzlich wird der heraufdämmernde alltag jäh unterbrochen durch eine quakende lautsprecherstimme: „achtung, achtung hier spricht die polizei, sie hören jetzt eine wichtige durchsage. vor etwa 2 stunden wurde das zwischenlager in gorleben von einer gruppe terroristen besetzt. wir gehen davon aus, dass es sich um etwa 8 - 12 leute handelt, deren forderungen wir bisher nicht kennen. das wachpersonal wurde von den verbrechern überwältigt und gefesselt in geiselhaft genommen. wir gehen weiter davon aus, dass die gruppe schwer bewaffnet ist – deshalb: bleiben sie im haus, schliessen sie die fenster, bewahren sie ruhe und schalten sie ihren lokalen rundfunksender ein, wir werden laufend über den vorfall berichten!“
"guten morgen meine damen und herren, es ist 7.15 uhr, hier ist der ndr1 mit einer sondersendung. wie wir soeben erfahren, hat in der wendländischen gemeinde gorleben eine terroristengruppe das atom-zwischenlager besetzt. bisher unbestätigte meldungen besagen, dass es sich um 3 frauen und 6 männer handelt, die - schwer bewaffnet - die wachmannschaft überwältigt haben und diese nun als geiseln benutzen. weitere informationen liegen uns im augenblick nicht vor, unser reporter jens peter kruse ist auf dem weg ins wendland und wird sich so bald als möglich live von dort melden.
inzwischen gilt unser mitgefühl den bewohnern der region wendland! wir alle hoffen, dass die in der halle des zwischenlagers befindlichen castoren nicht das ziel der terroristen waren und sind. eine beschädigung von auch nur wenigen castoren würde eine ungeahnte katastrophe auslösen, die sich nicht nur auf die region wendland beschränken würde, sondern auch das land niedersachsen.
von: nachteule