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Umwelt Neues Zuhause für AmphibienSie haben Glück, die Amphibien in der Dannenberger Marsch. Unter ihnen ist eine „Leitart“, die ganz selten ist. Sie nennt sich Rotbauchunke. Für sie und ihre amphibischen Kollegen wurden jetzt drei neue Tümpel im Biosphärenreservat angelegt.
Die Erdarbeiten sind Teil des Amphibienhilfsprojekts Dannenberger Marsch, dessen erster Teil noch bis Ende Februar läuft. Dieses Projekt, das vor allem auf die Verbesserung der Lebensräume der hier vorkommenden Amphibien abzielt, wird durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg, das Land Niedersachsen sowie die EU gefördert. Bei den Flächen, die im Raum Penkefitz und Jasebeck liegen, handelt es sich um Landesflächen, die von der Biosphärenreservatsverwaltung „Niedersächsische Elbtalaue“ betreut werden. Die Arbeiten werden von Fachleuten begleitet und jetzt im eisigen Winter durchgeführt, damit Pflanzen und Tiere so wenig wie möglich gestört werden. Auch private Teiche können saniert werdenVon den neuen Tümpeln profitieren natürlich nicht nur die Rotbauchunken. Auch Kammmolch, Moorfrosch, Laubfrosch und Co freuen sich schon auf den neuen Lebensraum. Im zweiten Teil des Projektes, der voraussichtlich Mitte dieses Jahres beginnt, wird sich der Landschaftspflegeverband auf die Sanierung vorhandener Gewässer konzentrieren. Dabei ist auch möglich, Laichgewässer auf Privatgrundstücken zu entschlammen. Die Auswahl erfolgt wieder durch den Amphibienexperten Christian Fischer. „Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn sich auch private Grundstücksbesitzer aus der Dannenberger Marsch bei uns meldeten, die auf ihren Grundstücken Laichgewässer sanieren lassen möchten.“ Der Landschaftspflegeverband ist unter der Telefonnummer 05882 – 293 zu erreichen. Foto: Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue
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Von der urtümlichen und ökologisch anspruchsvollen Rotbauchunke ist nach Angaben des Splietauer Amphibienexperten Christian Fischer allein fast die Hälfte des heutigen Gesamtbestandes in der Dannenberger Elbmarsch heimisch. Hier wurden nun neue Laichgewässer ausgehoben. Das Wetter spielt bei solchen Vorhaben eine besonders wichtige Rolle, denn während der Frost diesen Winter vielerorts für Probleme sorgte, war er für dieses Vorhaben genau richtig. Die tonhaltigen Böden der Marsch sind im gefrorenen Zustand am besten befahrbar, so Frank Grajewski vom Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal e.V., der die Maßnahme geleitet hat.

