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Voelkel: Bio-Säfte für die ganze Welt

Am Sonntag hieß es auch bei der Voelkel GmbH in Pevestorf "Tag der offenen Türen". Besonders die Betriebsführungen waren dabei sehr gefragt. Aber auch auf dem Gelände gab es viel zu erfahren über Streuobstwiesen oder die Route der alten Obstsorten.

--Die Betriebsführungen waren derart beliebt, dass die Voelkelaner sich spontan entschlossen, noch mehr Rundgänge als angekündigt anzubieten. So mussten die Mitarbeiter von morgens bis in den späten Nachmittag pausenlos zahlreiche Interessierte durch die weitläufigen Produktionshallen führen.

Da kam so manch einer ins Staunen, der die Voelkel-Säfte bisher nur als einheimisches Produkt wahrgenommen hatte. Allein die Tanklagerhalle mit ihren insgesamt 6,6 Mio. Liter Lagervermögen machte deutlich, dass Voelkel längst ein „Global Player“ geworden ist, der allerdings konsequent auf Einhaltung ökologischer Standards besteht.

„Stündlich füllen wir ca. 10 000 l Saft in Flaschen ab“, berichtete eine der Führerinnen, Adelheid Platz, die bei Voelkel für das Qualitätsmanagement zuständig ist. 24 Stunden im Drei-Schicht-Betrieb wird diese Menge tagtäglich außer Sonntags abgefüllt. Dazu kommen noch rund 3000 Liter Saft, die stündlich in Kartons verpackt werden. Für regionale Verhältnisse eine unglaublich große Menge Saft, die Tag für Tag in alle Welt verschickt wird. Von Deutschland bis Singapur machen sich regelmässig LKWS, Schiffe und Flugzeuge auf den Weg, um Voelkel-Säfte auszuliefern – oder Rohstoffe nach Pevestorf zu liefern. Rund zehn LKWs sind es täglich, die zur Abholung oder Anlieferung zu Voelkel rollen.

Die 2,5 Mio. Liter fertig abgefüllter Saft in zwei Lagern in Pevestorf und Seehausen müssen nie länger als drei Wochen auf ihre Abholer warten. Von Krise ist also bei der Voelkel GmbH kaum etwas zu spüren. „Wir befinden uns in einem gesunden Wachstum“, so Geschäftsführer Stefan Voelkel. Am beliebtesten sind nach Aussagen von Stefan Voelkel die Kindersäfte, aber auch die „Kohlensäure-Produkte“, wie sie Voelkel-intern heißen, also z.B. die BioZisch-Limonade, erfreuen sich wachsender Beliebheit.

Trotz des guten Absatzes muss sich auch Voelkel um Neuerungen kümmern. „Saisonal angepasste Fruchtsaft-Gemische sind unser neues Spezialgebiet“, so Stefan Voelkel. „Dieses Jahr wird im Herbst zum Beispiel ein Pflaume-Zimt-Saft neu angeboten. Oder jetzt aktuell unser Sommertrunk Rhabarber-Erdbeer“.

International gilt Voelkel in der Fruchtsaftbranche als mittelständischer Betrieb, aber im Biobereich ist die Firma in Deutschland und angrenzenden Ländern Marktführer. Und das soll auch so bleiben. Außer den Streuobst-Säften sind alle Voelkel-Produkte von Demeter oder anderen Bio-Anbauverbänden zertifiziert, was bedeutet, dass die Voelkel-Säfte weder künstliche Vitamine, noch Farb- und Konservierungsstoffe, noch sonstige Zusatzstoffe oder Zucker (außer in Sirup) enthalten.

Bei den großen Umsatzmengen ist der Anteil an regionalem Obst naturgemäß nur noch gering. Aber: „Was wir regional bekommen, beziehen wir auch regional“, so Stefan Voelkel. Schon seit Jahren setzt er sich dafür ein, dass vermehrt zertifizierte Streuobstwiesen in der Region eingerichtet werden. Und: „Wir suchen ständig Landwirte, die uns mit Obst und Gemüse beliefern.“ Da Voelkel allerdings fast ausschließlich Bio-Produkte herstellt, müssen interessierte Landwirte ebenfalls von einem Bio-Anbauverband (Demeter, Bioland etc.) anerkannt sein.

Die „Reinheit“ und der gute Geschmack der Säfte stieß auch bei den Besuchern des offenen Tages auf Begeisterung. Ständig war der Verkostungsstand von Voelkel dicht umringt.

Neben Auerochsen-Bratwurst, Wendlandbräu und Kuchen – natürlich alles biologisch – gab es außerdem viele Informationen über Streuobst in der Region. So war zum Beispiel zu erfahren, dass die „Route der alten Obstsorten“ in ihre zweite Förderrunde geht und demnächst auf verschiedenen Streuobstwiesen, zum Beispiel in Vietze, Lehrpfade angelegt werden.

Auch die Kleinen hatten auf dem offenen Tag ihren Spaß. Neben Hüpfburg und Kinderschminken konnten die Jüngsten üben, wie aus einer Tetraverpackung im Handumdrehen ein gut funktionierendes Portemonnaie wird.

 

 

 


von Angelika Blank, 2010-06-16 16:12
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Interessante Ansichten!
Also ich denke mal einige Ausführungen von Äpfelchen sind ja bestimmt nicht unbegründet!

Ich bin auch Stammkunde Ihrer Firma und wenn ich hier lese dass die Mitarbeiter und Bauern (wahrscheinlich) nicht richtig bezahlt werden, obwohl auf manchen Flaschen sogar ein Fairtrade Zeichen vorhanden ist, mache ich mir schon Gedanken ob ich weiterhin Ihren Saft kaufen soll!

Es wäre auch sehr interessant zu erfahren ob Voelkel denn Leiharbeiter oder Ähnliches beschäftigt. Als gewissenhafter betrieb sollte man darauf nämlich verzichten!

Wieviel verdient man den für den einen ganzen Tag Obst pflücken für die Firma Voelkel? Also die Flasche O-Saft 3,00 EUR in jedem Biomarkt (deutschlandweit), kann man da nicht mal ca. auflisten wer davon was kriegt (speziell was davon an den Bauern geht), das wäre dann auch definitiv mal transparent!

Ehrlich gesagt würden mich jetzt die Biobauern und deren Meinung über Voelkel interesssieren. Preisdrückereien sind ja heutzutage leider wirklich die Regel!

Ich hoffe ich finde noch weitere Berichte diesbezüglich bei meiner Suche im Internet.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

von: Mister X  

Anmerkungen zu den Kommentaren von "vom Berg" und "Äpfelchen"
Gerne laden wir die beiden, leider anonymen, Kommentarschreiber noch einmal zu uns ein um ihren Kenntnissstand aufzufrischen. Anscheinend waren sie bisher noch auf keiner unserer Informationsveranstaltungen und schreiben daher leider größtenteils Unwahrheiten in ihren Kommentaren.
So ist z.B. das große LKW Aufkommen in Gartow keineswegs nur die Schuld von Voelkel, keine 5 % der LKWs die durch Gartow fahren wollen zu Voelkel.
Gerne stehen wir zu allen Fragen bereit und geben bereitwillig Auskunft auch über kritische Fragen.

von: Das Team von Voelkel  

LKW's und Lärm
Ich kann mich dem "Äpfelchen" nur anschließen und auf den zusätzlich dadurch resultierenden LKW-Verkehr und nächtlichen Lärmbelästigungen im Raum Gartow hinweisen.

Aber die Gier nach Geld blendet alles ökologisches Denken aus!

Schade!

von: vom Berg  

Die Ökobilanz von Voelkel ist verheerend!
Ich finde es geradezu zynisch, wie die Firma ihre Produkte als "Bio" zu verkaufen sucht. Angefangen hat es mit einer Lohnpresserei für lokale Äpfel. Unterdessen kauft Voelkel aber auf der ganzen Welt Saftkonzentrate zusammen, schippert diese ins ferne Lüchow-Dannenberg, mischt daraus alle möglichen Saftprodukte und pappt ein Bio-Etikett drauf, um die fertige Industrieware wieder in die ganze Welt (z.B. nach Singapur) zu verschicken. Wäre mal interessiert, wieviel Erdöl an einer Flasche Voelkelsaft klebt!!! Igitt! Das soll Bio sein?? Hier werden die Kunden voll für dumm verkauft und mit dem Feigenblatt "Route der alten Obstsorten" u.ä. vom wahren Wesen der Firma abgelenkt.

Abgesehen von der katastrophalen Ökobilanz ist so ein Saft ernährungsphysiologisch nahezu wertlos, da mausetot (hocherhitztes und sterilisiertes Nahrungsmittel). Ein frisch gepreßter Saft aus dem Landkreis ist dagegen ein Lebensmittel! So hat es mal angefangen.....

von: Äpfelchen  

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