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Umwelt Natur erleben mit dem NavigerätWenn demnächst im Wendland in Wald, Feld und Flur Menschen auftauchen, die mit auf ihr Handy gesenktem Blick durch die Landschaft wandern, so müssen das nicht zwangsläufig unbelehrbare Smartphone-Freaks sein. Mit dem Projekt „NaviNatur“ haben vier Klassen aus drei Bundesländern eine Tour durch die Elbtalaue entwickelt, mit der sich Naturerleben und Technik verbinden lassen.
Zehn Monate hat die Arbeit an diesem länderübergreifenden Unterfangen in Anspruch genommen, bevor es schließlich am 17. Juni, bei strahlendem Sonnenschein, an unterschiedlichen Orten im Landkreis präsentiert werden konnte. Die Routen, eingespeichert in einigen, von der SCHUBZ (Schulbildungszentrum) zur Verfügung gestellten GPS- Geräte, führten die acht Gruppen des Lüchower Gymnasiums durch das Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“, wo sie die Aufgabe hatten, verschiedene POI (Points Of Interest) ausfindig zu machen und Fragen zu einzelnen Themenbereichen zu beantworten. Die Inhalte waren, angefangen von ökologischen bis hin zu kulturellen sowie sozialen Aspekten, weit gefächert und boten so Jedem die Möglichkeit, sein Wissen einzubringen. Die Schüler und Schülerinnen der 7b am Lüchower Gymnasium, die selbstständig die Routen geplant, ins Netz gestellt und auf die GPS-Geräte gebracht hatten, wurden von ihren Lehrern auf dem Ausflug durch die Wald- und Wiesenlandschaft entlang der Elbe begleitet. Die Klasse 7 a war als „Tester“ ausgeguckt worden. Am Donnerstag galt es für sie, die im GPS-Gerät eingespeicherten „POIS“ zu finden und mit den dort (im GPS-Gerät) zur Verfügung gestellten Informationen einen Fragebogen zu beantworten. Der schnellsten und besten Gruppe winkten kleine Gewinne. Da es sich bei „NaviNatur“ um ein hier erstmalig durchgeführtes Pilotprojekt handelte, traten einige kleine technische Probleme auf, wodurch sich allerdings niemand den Spaß verderben ließ. Das Besondere und vermutlich vor allem für die Lehrkräfte Interessante: Das Projekt, welches unter das Motto „Tag der Bildungsschatzsuche“ fällt, ist nicht nur länder- sondern auch fächerübergreifend organisiert. Somit wird vielen Lehrenden Gelegenheit gegeben, die von den Schülern erworbenen Kenntnisse beispielsweise in Biologie mit denen aus Geografie zu verbinden und so ein solides Grundwissen zu schaffen. Sollte diese Aktion auf allgemeine Zustimmung stoßen, könnte es schon bald eine Wiederholung, an anderen Schulen des Landkreises sowie vielleicht auch in verschiedenen Bundesländern geben. Für das aktuelle Projekt benutzten die SchülerInnen noch rund 700 – 800 teure GPS-Geräte, doch wie Anne Spiegel von der Biosphärenreservatsverwaltung berichtete, gibt es immer mehr Anbieter, die an Tourenvorschlägen für die unterschiedlichsten Interessensgebiete zur Nutzung auf Smartphones arbeiten. Noch sind es wenige Angebote, die sich mit den ständig ans Internet angebundenen Smartphones nutzen lassen: So gibt es zum Beispiel in Berlin eine „Graffiti-Tour“ oder in Köln lässt sich die iPhone-Applikation "Audioguide Kölner Dom" für eine eigenständige Erforschung des Kölner Doms benutzen. "Doch das Angebot an attraktiven Touren für Smartphones wird steigen", konnte Anne Spiegel auf einer Fachmesse feststellen. Übrigens: Die „Navinatur“-Tour in die Elbtalaue der Lüchower SchülerInnen ist über die Internetseite Navinatur.de für Jedermann als GPX-Datei abrufbar. So kann ab sofort jeder Interessierte die Tour und ihre an den POIs hinterlegten Informationen für eigene Erkundungen der Elbtalaue nutzen. Foto: Angelika Blank / Intensiv suchten die SchülerInnen des Lüchower Gymnasiums am Elbufer nach den "Points of Interest"
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Egal ob Handy, Computer, iPod oder Nintendo, alle diese technischen Geräte gehören längst zur Grundausstattung eines Jugendlichen. Dabei bleibt der Sinn für Umwelt und Natur oft gänzlich auf der Strecke. Doch genau dem versucht das von Schülern des Lüchower Gymnasiums durchgeführte Projekt „Biosphäre sucht den Super- POI“ entgegen zu wirken, indem es beide Faktoren – sowohl Natur als auch Technik- miteinander verknüpft.

