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Neuigkeiten AbL: Rothkötter-Geflügelschlachthof kommt ins TrudelnDie Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) beobachtet mit Interesse die Probleme des Rothkötter-Konzerns beim Bau seines geplanten Mega-Schlachthofs in Wietze bei Celle. Rothkötter habe von den dafür angestrebten 400 Vertragsmästern bisher offenbar nicht einmal die 100 Betriebe für die erste Produktionsschicht auch nur annähernd erreicht. Zudem hatte die Cellesche Zeitung darüber berichtet, dass ein Vertreter Rothkötters einem Landwirte hohe Summen dafür geboten habe, als landwirtschaftlicher Strohmann für konzerneigene Mega-Mastanlagen zu fungieren – was dieser Landwirt aber konsequent mit Hinweis auf die Bau-Privilegierung nur für Landwirte klar abgelehnt habe. Nun müsse Rothkötter auch noch einräumen, dass sich die beabsichtigte Fertigstellung des Schlachthofs vom Frühjahr 2011 um etwa ein halbes Jahr verzögere. Einen konkreten Termin für den Produktionsbeginn nannte der Konzern nicht. Vertreter der Bürgerinitiative Wietze verwiesen in diesem Zusammenhang auf die Debatte um die geplante massive Wasserentnahme aus dem öffentlichen Netz und auf die ungeklärte Einleitung des Schlachthof-Abwassers. „Es ist nicht ausgeschlossen“, so AbL-Sprecher Eckehard Niemann, „dass Rothkötter selber zum Opfer des von ihm selbst losgetretenen Verdrängungswettbewerbs unter den 5 deutschen Geflügelkonzernen wird.“ Klar sei, dass infolge der von Rothkötter forcierten Überproduktion und des absehbaren Markt-Zusammenbruchs über kurz oder lang ein oder zwei deutsche Geflügel-Schlachtkonzerne in ihrer Existenz bedroht seien und aus dem Markt ausscheiden würden. Gescheitert sei der ursprüngliche Plan Rothkötters, in diesem Jahr das „Grill-Geschäft mitzunehmen“. Die AbL warnte erneut alle Landwirte davor, sich in die Abhängigkeit dieser ruinösen Vertragsmast zu begeben. DIE LINKE: Proteste nicht ignorieren Auch DIE LINKE im Landtag hat die Bauverzögerung beim Geflügel-Großschlachthof in Wietze als Zeichen dafür gewertet, dass die Pläne des Betreibers nicht aufgehen. "Die geplanten Produktionszahlen sind nicht umsetzbar - sie würden für viele Landwirte einen gnadenlosen Konkurrenzkampf bedeuten", sagte Marianne König, die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion. Die Bauern seien aus ökonomischen Gründen zurückhaltend mit dem Bau von Ställen, da die Ertragsaussichten zu unsicher seien. "Die Zurückhaltung beim Stallbau ist richtig - andernfalls könnte es viele Hofpleiten geben", sagte König. Sie wies daraufhin, dass der Fleisch- und Wurstverzehr in Deutschland schon jetzt durchschnittlich 88 Kilogramm pro Kopf im Jahr betrage - und ohne gravierende Gesundheitsschäden könne dieser auch nicht mehr gesteigert werden. König forderte die Firma Rothkötter auf, vom dem Projekt Abstand zu nehmen. In immer mehr Landkreisen wachse der Widerstand gegen die unzähligen Mastställe, die dazu nötig sind, den Mega-Schlachthof mit Tieren zu beliefern. "Die Bevölkerung will weder den Schlachthof noch die Mastställe", betonte König. Als Beispiel nannte König die heftigen Proteste der Bürgerinitiative Üfingen-Alvesse, die in ihrem Ort den Bau eines geplanten Maststalls für 85.000 Tiere verhindern will. Die Initiative hatte sich jetzt mit einem Protestbrief an Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister gewandt. "McAllister darf diese Proteste nicht ignorieren", sagte König. von asb, 2011-01-31 18:32 | Veranstaltungen Xhigung Thai Xhi im Wiesenlabyrinth. Dannenberg - "nah am Wasser gebaut" Partner Anzeigen ![]() |




