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Meinung

Die CDU verschwindet: Das gabs schon einmal

Nach der Sitzungspause am Montag kehrte die CDU-Fraktion nicht mehr in den Sitzungssaal zurück. Das mag manche Besucherin, mancher Besucher als ein wohl einmaliges, unerhörtes Geschehen gewertet haben. Doch so einmalig ist das Verhalten der Union im hiesigen Kommunalparlament gar nicht. Bereits im Dezember 2008 gab es einen ähnlichen Vorgang.

-- Der Haushaltsplan für 2009 stand damals zur Debatte. Es war eine lange Sitzung. Lang allerdings vor allem deswegen, weil die CDU an diesem Tag nach dem Willen ihrer Landesregierung unbedingt einen positiven Beschluss zum Bau der Neu Darchauer Elbbrücke durchsetzen wollte. Also waren sie mit voller Fraktionsstärke erschienen und kämpften erbittert um "ihren" Beschluss.

Kaum war dieses Projekt gelungen, bemerkten die erstaunten Mit-Abgeordneten der anderen Fraktionen, dass Hüte und Mäntel geholt und die Tische abgeräumt wurden. Dabei stand noch die Diskussion über den Haushalt 2009 auf der Tagesordnung - inklusiver einiger wichtiger Beschlüsse zur Schulfinanzierung.

Aber aus Sicht der CDU gab es offenbar Dringlicheres: nämlich deren Weihnachtsschmaus. Und so verkündete der Vorsitzende der Unionsfraktion, Klaus Wohler, schon den Arm im Mantelärmel: Die Fraktion werde gehen - das Essen sei bestellt. Der Etat könne auch im Januar beschlossen werden.

Ruck, zuck packten die CDU-Abgeordneten – bis auf drei – ihre Kreistags-Sachen – und verschwanden. Ähnlich wie jetzt am Montag nach dem Röttgen-Auftritt. Der Haushalt für 2009 konnte dann aber doch noch vom „Rest“ des Kreistages auf den Weg gebracht werden. Dr. Hans-Christian Lange, Abgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, sagte seinerzeit, was wohl viele dachten im Saal: Das Verhalten der CDU sei erschütternd.

Soviel zum Thema "nationale Verantwortung", das von ihrem Bundesweltminister am Montag so häufig beschworen wurde - und den Wählerinnen und Wählern zur Erinnerung.

Und gleich noch eine Erinnerung: Am 11. September 2011 kann ein neuer Kreistag gewählt werden.

Foto: Angelika Blank / Bei der Kreistagssitzung 2008 verzweifelte nicht nur so mancher Journalist


von Hagen Jung/Angelika Blank, 2011-02-15 20:01
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CDU Läßt sich nicht vor führen... aber mit Geld verführen!
Die schwarz-gelbe Politik ist doch nichts anderes als sich der Atomlobby anbiedern und die lokale Kreistagsfraktion mit Gorleben-Gelder kaufen!!

von: Der @utonome  

CDU Läßt sich nicht vor führen.
Auf der Kreistagssitzung war für die CDU- Kreistagsfraktion die Tagesordnung nach dem Besuch des Umweltministers abgearbeitet.
Nach 2,5 Std. Unterbrechung ein schon vor dem
unterbreitendem Dialogbeteiligung , verfasste Erklärung mit Verweigerung von Mitarbeit, zeigt die Voreingenommenheit der Gruppe X. Die Punkte" Anfragen" waren schriftlich beantwortet.
Bürgerfragestunde beantwortet der Landrat.

von: Klaus Wohler  

vielen dank ....
Wir nehmen Ihre Entschuldigung gerne an.

von: Angelika Blank   

Verzeihung
Ich habe die Kennzeichnung als Meinung übersehen. Ich entschuldige mich deshalb für meinen Kommentar und ziehe ihn uneingeschränkt als unbegründet zurück.

von: Johann  

Deutlich steht "Meinung"
über dem Beitrag - eigentlich, wenn man keine politisch gefärbten Scheuklappen auf hat, kaum zu übersehen - auf der Homepage von wnet! Die von "Johann" gewünschte und seriöse Trennung von Bericht und Kommentar ist also mehr als deutlich erfolgt. Ich empfehle mehr Aufmerksamkeit und weise als des Beitrags Co-Autor (der u. a. den Hinweis auf die Wahl gern und als Appell zum Urnengang geschrieben hat) die Unterstellung der Unseriösität aufs Schärfste zurück. Unseriös ist meines Erachtens der Anwurf von "Johann", dem der Inhalt offenbar nicht schmeckt und der vielleicht im Unmut über das Gelesene die deutliche Kennzeichnung "Meinung" übersehen hat.

von: Hagen Jung  

antwort an johann

...was bitte verstehen sie unter "seriösem journalismus"? - (wenn es so etwas überhaupt gibt???).

etwa das, was uns seit 30 jahren - schön schwarz eingefärbt - zum thema "atomklo" serviert wird?

na dann, prost mahlzeit!

im übrigen empfehle ich ihnen die lektüre des wendland-tickers zum thema röttgen-besuch. dort gibt es ein foto mit der unterschrift:
"Eng begleitet von der CDU-Abgeordneten Bertholdes-Sandrock betritt Minister Röttgen den Saal".

alleine dieses foto erfordert m.e. den hinweis auf die wahlen im herbst, meint zumindest

die nachteule

von: naeule  

Unseriös
Obwohl ich kein Parteigänger der CDU bin stelle ich fest, dass es diesem Beitrag an Objektivität und Seriosität mangelt. Vor allem am Schluss wird mit dem Hinweis auf die Wahlen Stimmungsmache betrieben.
Im seriösen Journalismus werden Berichterstattung und Meinung/Kommentar getrennt und das sollte auch hier so sein.

von: Johann  

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