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Umwelt Bauern kamen mit TreckernEin Augenzeugenbericht von der gestrigen Räumung der besetzten Baustelle in Teplingen.
Fotos: Kina Meyer / PubliXviewinG
von Jan Becker, 2011-06-28 10:38 Kommentieren
@Maren Ramm
Die Besetzung fremden Landes ist ebenfalls hirnlos und nicht zulässig. Gegen eine regülare Protestaktion hat niemand etwas einzuwenden. Nur sollte klar sein, daß wenn man fremdes Eigentum besetzt, Widerstand durch den Eigentümer vorprogrammiert ist. Somit ist ein Konflikt in welcher Form auch immer für die Besetzer einzukalkulieren. Wenn man in der Lage ist den Ärger hervorzurufen dann sollte man auch soviel Rückrat haben und dafür grade stehen. Ohne Besetzung gibt es auch keine prügelnden Bauern. von: Andreas Baader
Presse erwünscht?
Liebe "Agrarindustrielle", mit unseren Bildern dokumentierten wir eure durch euch selbst legitimierte Aktion (siehe Kommentare). Aber warum hatten wir als Vertreter der Presse eigentlich Angst, auch in die Schusslinie irgendwelcher Dachlatten oder Treckerreifen zu kommen - wenn sich die Handelnden doch "im Recht" befanden? Denn in Deutschland ist es doch allgemein üblich, dass besonders die "im Recht Handelnden" herausragend dargestellt werden. Wie kann künftig - lösungsorientiert - eine Zusammenarbeit stattfinden? Oder ist genau diese unerwünscht? von: kina
Warum ich seit vielen Jahren Vegetarier bin
Die Argumente sind uralt - nur wenige haben sie begriffen: Fleischkonsum ist Hauptursache für Zivilisationskrankheiten und Antibiotikaresistenzen, ist gigantische Lebensmittelverschwendung (Kalorienumsatz von Weizen für Brot =1:1, für Schweinefleisch=3:1, für Rindfleisch=10:1, für Hühnerfleisch=12:1), ist verantwortlich für den Hunger in der sog. 3. Welt, ist mitverantwortlich für sauren Regen und Waldsterben, usw... wie ignorant, trotzdem zu meinen, dass Fleisch ein "Stück Lebenskraft" ist. Es ist in erster Linie ein riesiges Geschäft, dem die Landwirte immer wieder gehörig auf den Leim gehen. Mich erninnert das an den Umgang mit Atomenergie - was muss passieren, damit die Gesellschaft umdenkt? Fukushima lässt grüßen! von: S. Becker
@Dannenberger: Leihen Sie sich ein Strafgesetzbuch
und, falls Sie es lesen können (wenn nicht, lassen Sie es sich vorlesen), werden Sie Auskunft darüber finden, ab welcher Strafbewehrung eine Straftat als Verbrechen gilt (§12, Abs.1), ehe Sie Menschen als Verbrecher schmähen. Aber angesichts des Dünnsinns, den Sie hier abseiern, gehe ich davon aus, dass Sie das nicht begreifen werden - und die Hirnlosigkeit, die Sie erwähnen, offensichtlich bei Ihnen vorliegt. von: G. Danton
Verbraucherschutz vs. Agroindustrie
Die Anlage in Teplingen soll neben anderen ein Zulieferbetrieb für den Schlachthof Wietze werden. In jährlich in 7,5 Mastdurchläufen will man 300.000 Individuen mästen, sodass auf einem Quadratmeter 22 Hühner leben müssen. Lt. Landesamt f. Verbraucherschutz, Oldenburg, gibt es pro Mastgang 2,5 Behandlungen mit Antibiotika, bis zu 6 Behandlungen in 30 Tagen in dieser Industrie. Die Verwaltung folgt den Verbänden und geht den einfachsten Weg, Gutachten wurden aussen vor gelassen. Mögliche Filter fehlen. Bürgerinitiativen haben dies alles überregional und vor Ort aufgegriffen. Es dürfte klar sein, dass es nicht für oder gegen ein Dorf oder eine Familie geht. Die sieht hier eine Chance, hat durchgerechnet und hofft auf faire Verträge und sieht jetzt die Wirklichkeit dieses Business über sich hereinbrechen. von: J. Hoffheinz
Tierschützer ?!
Nen Hähnchenmasstbetrieb anzünden oder nen Bau verhindern, Und dann danach gleich zu Mc Donals fahren und Chiggen Mc Nuggets fressen........ von: Klaus M.
Niedrige Milchpreise?
@Andy Nun Andy, wer macht wohl die niedrigen Milchpreise? "Ein paar dumme Tierschützer" vielleicht? Oder eher die großen Handelsketten wie Lidl, Aldi usw. ? Und sind diese Ketten vielleicht auch die, die die Fleischpreise so lange gedrückt haben, bis fast nur noch industrialisierte Tierhaltung möglich ist? Und wenn Du das bedenkst, dann müsstest Du den "dummen Tierschützern" sogar dankbar sein, denn die retten, mit ihrem Protest gegen immer größere Ställe, letztlich auch Deine Existenz- falls Du denn überhaupt ein Landwirt bist. Merke: Wenns um Geld geht, hilft nur Qualität- nicht Masse. von: Tierschützer
Landwirte!
Wir Landwirte haben es schon schwer genug mir den niedrigen Milchpreisen und der Trockenheit. Da müssen nicht noch so mein paaar dumme Tierschützer das Leben von uns zur Hölle machen! Genau richtig was unsere Berufskollegen da gemacht haben!!!!! von: Andy
@cynaide
man kann alles so darstellen wie man es gerne hätte. auch dem bauern ist gewalt angetan worden. in teplingen geht es mittlerweile nicht mehr um tierschutz, sondern um eine gruppe von besetzern die was aufs maul bekommen haben und damit nicht klarkommen. für sie ist es legitim im rahmen des tierschutzes gesetze zu übertreten. tja wer wind sät wird sturm ernten. der tierschutz hatte ausreichend gelegenheit gegen teplingen vorzugehen. nein erst in der bauphase kommen die besetzer und sind legitimiert im namen des tierschutzes tun und lassen zu können was sie wollen. von: Horst Mahler
Besetzung
Meiner Ansicht nach wäre es gar nicht zu der Räumung gekommen, wenn sich die Besetzer als Protestler dargestellt und auch so verhalten hätten. Da es sich hier um Tierschutz handelt ist jedes Mittel legitim. Und wenn es dann mal nicht so klappt und die Menschen sich wehren muß dagegen vorgegangen werden. Damit sind die Besetzer nicht besser als die Menschen die sie anprangern. Zudem werden einfach Unbeteiligte wie ein Schlachter aus Hamburg in die Sache mit reingezogen. Warum ? von: Christian Klar
@ Frau Ramm
1. in einem Bauverfahren werden in Deutschland immer Bürger beteiligt (siehe BauGesBuch), Erörterungstermine, Auslegungen usw. . 2. Die Verwaltung ist ein Organ unseres demokratisches Staatssystems und gehört deshalb dazu. 3. Die Gesetze, die die Verwaltung ausübt, werden von der Politik beraten und beschlossen und haben deshalb eine demokratische Grundlage. Wie schon geschrieben, die Menschen die ein Privatgelände widerrechtlich besetzen sind Verbrecher und gehören zu rechtstaatlichen Verantwortung gezogen! von: Der Dannenberger
Ermittlungsausschuss Teplingen - BITTET um HINWEISE
Wir bitten um Hinweise und Zeugenaussagen zu den Geschehnissen in Teplingen. Fotos, Videos und Hinweise bitte an: sicher-wend@online.de Tel: 0175 - 251 7555 Angaben werden vertraulich behandelt! von: Ermittungsausschuss Teplingen
Fassungslos
@Maren Ramm. Genau wie Du es schreibst war es auch. Das dort kein Mensch bei der brutalen Räumungsaktion ernsthaft verletzt wurde grenzt an einem Wunder. Es gab keine Vorwarnung oder desgleichen. Es ging gleich drauf los. Hin oder her: Wenn jeder so in Deutschland sein Recht einfordert haben wir hier bald ganz arge Zustände. von: Sam
spricht jemand von veganer armee
oder doch lieber von armen veganern? @ cyanide: ich glaube nicht, dass es eine bauern armee war - das sieht jedenfalls auf den bildern nicht danach aus. und räumungen werden in deutschland mit gutem grund durch die polizei. das kennen wir zu genüge - immer wieder im november. danke für den hinweis! von: tapferer krieger ;-)
Worum gehts?
Ich bin eindeutig im jeden Fall gegen körperliche Gewalt von: Klaus Beckstett
Bauern-Krieg
kriegt Ihr. von: Müntzer, Thomas
..."teplinger bauern-krieger" erobern besetztes terretorium
-ähnlich hätte der artikel auch lauten können. die gründe der bebauung dieser fläche sind ein strittiges thema, jedoch sollte einem jeden, egal welche meinung auch vertreten ist, bewusst sein, dass auflösungen bzw. räumungen von besetzungen in deutschland aus gutem grund durch die polizei vorgenommen werden. diese und weitere richtlinien gelten durchaus auch für einen haufen wilder bauern, die am gestrigen abend lieber das prinzip der selbstjustiz nutzten. es wirkte, als wenn eine art "teplinger bauern- armee" es sich zur aufgabe gemacht hätte, ihre "feinde" mit allen mitteln ihrer wahl zu "bekämpfen". es bietete sich ein szenario, dass an kriegs-ähnliche zustände erinnerte. betrachtet man nun objektiv beide vergehen, so steht auf der einen seite die besetzung fremden eigentums und auf der anderen die massive ausübung von gewalt an menschen und deren eigentum. dieser vergleich sollte für sich sprechen. als bodenlose frechheit empfinde ich ebenfalls den umgang mit der anwesenden presse. 50-jährige, gestandene männer, die auf dem niveau eines 3-jährigen mit sand nach fotograf und kamera schmissen, sowie dessen junges gefolge welches kameras zu demolieren drohte. zu dem orden des "tapfersten bauern-kriegers", der sicherlich gestern zu haufe verliehen wurde, werden hoffentlich in gleichem maße anzeigen vom himmel regnen, als zusätzliches lob für einen derart niveaulosen und rechtswidrigen auftritt. von: Cyanide
@Der Dannenberger
Die Genehmigung solcher Ställe ist kein demokratischer sondern ein rein bürokratischer Akt. Ich empfehle wikipedia zur Weiterbildung über die Mindeststandards demokratischer Entscheidungen (z.B. Beteiligung der BürgerInnen). Im Übrigen gebe ich zu Bedenken: Hätten nicht vor einigen Jahren mutige Menschen gesetzeswidrig ein Feld von Gen-Mais befreit, dann hätten sich die GVO hier schon unwiderruflich ausgebreitet. Immer mehr Menschen wird klar, wie bedrohlich für uns alle die ökologischen und sozialen Folgen der industriellen Landwirtschaft, vor allem der Tierhaltung, sind, und dass das keine Privatangelegenheit ist, sondern alle angeht: Immerhin geht es um unser aller Lebensgrundlagen. von: Maren Ramm
@ Frau Ramm
Hirnlos ist es, wenn man Recht und Gesetz unseres Staates nicht akzeptiert und Privateigentum besetzt und zerstört! Verschiedene Meinungen sind die Grundlage unserer Demokratie. Man darf aber nicht versuchen sein Meinung anderen mit Gewalt aufzuzwingen, das gehört nicht zu unserer Demokratie. Die rechtstaatliche Entscheidung der Baugenehmigung ist ein demokratischer Akt und kann nur durch Gericht widersprochen werden! Sonst würde unsere Gute Demokratie nicht funktionieren. Gewalt ist natürlich auf beiden Seiten nicht zu tollerieren. von: Der Dannenberger! [Weniger passende Kommentare] | Veranstaltungen Xhigung Thai Xhi im Wiesenlabyrinth. Dannenberg - "nah am Wasser gebaut" Partner Anzeigen ![]() |


Es war gegen 20.00 Uhr, und wir waren - mehr zufällig und neugierig - in Teplingen vorbeigefahren, da begrüßte uns ein aufgeregter junger Mann: "Es kann sein, dass gleich die Bauern kommen". Und sie kamen: von zwei Seiten und mit mindestens zehn Traktoren, einem mit großem Anhänger, auf dem sich noch mehr Leute befanden. Zudem fuhren mehreren Autos vor. Alle Beteiligten waren so ca. Mitte 20 bis Mitte 30 - und ganz offensichtlich mit dem Ziel gekommen, die Hippies ordentlich aufzumischen (es fehlte nur das Kampfgeheul). Ein Typ (Schild auf seiner Hose "Lohnunternehmer XYZ"), der sich offenbar nicht auf das Feld traute, erklärte, am Morgen wären die Trecker mit Steinen beworfen worden, eine Scheibe sei kaputt.


Ich habe gerade im Internet einen ausführlichen Bericht über die Räumung gefunden und bin doch sehr schockiert über die brutale Vorgehensweise. Spontan fühlte ich mich an den Paten und die Mafia erinnert. Jeder der es wagt sich ihnen in den Weg zu stellen, wird einfach platt gemacht.
Meine Hoffung bleibt die Zeit, welche bald neue gesetzliche Regelungen hervor bringen muss. Die Begrenzung der zulässigen Anzahl der Tiere je Betrieb muss drastisch reduziert werden, damit Massentierhaltung und damit die Tierquälerei ein Ende hat. Mastställen wie in Teplingen muss vom Gesetz her Einhalt geboten werden - zum Wohle der Tiere und der Verbraucher.
Die Zukunft dieser Massentierhaltung gehört bereits der Vergangenheit an. Denn es gibt dafür keine Zukunft. Genauso wenig wie es für Kernenergie Zukunft gibt. Nur hier sind wir wieder am Anfang und es muss scheinbar erst wieder eine Katastrophe ähnlich Fukushima die Menschen wachrütteln. Welches Szenario wird die Verbraucher endgültig wachrütteln und ihnen zeigen, dass die Massentierhaltung nur einen Zweck verfolgt und einem dient: den Großkonzernen und ihrer Profitgier.
@Klaus M.
Bei diesem Kommentar stehen mir schon ein wenig die Nackenhaare zu Berge.
Hier scheint sich das Niveau des Räumungstrupps wieder zu spiegeln!
von: Gudrun Ensslin