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Neuigkeiten AbL und BDM fordern sachliche Diskussion um landwirtschaftliche Tierhaltung.Aufgrund der Auseinandersetzung um den geplanten Hähnchenmaststall in Teplingen nehmen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bund deutscher Milchviehhalter wie folgt Stellung. Erst einmal ist es Richtig das eine erteilte Genehmigung die Umsetzung eines solchen Stalles legitimiert. Dennoch gibt es eine breite gesellschaftliche Bewegung, die aus ethischen , sozialen und umweltpolitischen Gesichtspunkten für eine Veränderung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung eintritt. So ist es nicht vertretbar das in Deutschland jedes Jahr 50000000 Hähne direkt nach dem Schlüpfen geschreddert werden, weil sowohl im Legehennenbereich, als auch im Mastbereich nur weibliche Tiere genutzt werden. Ferner kann es von niemanden akzeptiert werden, wenn Untersuchungen ergeben haben, das im Winterhalbjahr bis zu 100% der Hühner an schmerzhaften Fußerkrankungen leiden, weil sie die gesamte Mastdauer auf der gleichen , und zum Ende des Mastdurchgangs durchgeweichten, Einstreu stehen. Durch die Zucht in Richtung Brustfleisch haben die Tiere am Ende arge Problem ihr Gleichgewicht zu halten. Wir lehnen eine solche Qualzucht und eine solche Tierhaltung klar ab, und fordern Tierhaltungsbedingungen und Zucht an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen. Die große Anzahl an Tieren, können in Niedersachsen nur gehalten werden, weil wir im großen Stil Soja importieren. 2/3 dieses Soja stammen aus Lateinamerika. Würde das gesamte importierte Soja in Niedersachsen angebaut, würde dafür etwa 60% der Fläche benötigt. Durch den zunehmenden Bedarf an Soja weltweit , werden immer mehr Regenwälder gerodet, was zu einer gewaltigen CO² Belastung führt und zu negativen Folgen für die Biodiversität. Des weiteren werden den heimischen Bauern Flächen entzogen welche sie für die Nahrungsmittelerzeugung vor Ort dringend benötigen. Da in Europa, gerade bei Geflügel, vorwiegend die Edelteile wie Brustfleisch nachgefragt werden, entledigt man sich der „ minderwertigen Teile“ durch den Export in vorwiegend afrikanische Länder. Dort zerstört man damit die heimischen Märkte der ansässigen Bauern. Jahrzehntelange Bemühungen zur Ernährungssouverenität werden damit zunichte gemacht. In Anbetracht der Notwendigkeit zum Klimaschutz und zur Bekämpfung von Hunger und Armut weltweit, fordern AbL und BDM eine Lebensmittelerzeugung für heimische Märkte auf Basis von regional erzeugten Futtermitteln. Die Abhängigkeit von Geflügelkonzernen wie Rothkötter, Wiesenhof und Stolle engt die unternehmerische Freiheit von uns Bauern immer mehr ein. Es wird der schleichende Weg zur industriellen Landwirtschaft bestritten. In den Kreisen Cloppenburg und Vechta geht man mittlerweile davon aus, das mindestens 30% der landwirtschaftlichen Betriebe nicht mehr in Bauernhand sind. Diese Entwicklung macht uns Angst so Martin Schulz und Gisela Webs. Wir fordern den Bauernverband auf, sich intensiv mit der gesamten Problematik auseinander zu setzen. Eine Produktion die immer billiger werden soll und immer größere Einheiten zur Folge hat, wird die problematische Lage in der Landwirtschaft nicht verändern können. Deshalb fordern AbL und BDM eine bäuerliche, tiergerechte, nachhaltige und sozial verträgliche Lebensmittelerzeugung, mit fairen Preisen in einem gesellschaftlichen Konsens. Die Lebensmittelkonsumenten sollten kritisch hinterfragen wo ihre Lebensmittel herkommen und Billigfleisch die rote Karte zeigen, und stattdessen weniger aber dafür gutes Fleisch essen. Martin Schulz Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft von pm, 2011-07-09 12:06 | Veranstaltungen Xhigung Thai Xhi im Wiesenlabyrinth. Dannenberg - "nah am Wasser gebaut" Partner Anzeigen ![]() |




