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Umwelt

VerMAISung

Die Maispflanzen stehen meterhoch, prägen das Bild der Landschaft. Die ersten Stimmen werden laut, sprechen von einer "Vermaisung" des Landkreises. Vogelkundler und Naturschützer warnen, doch in Zahlen betrachtet ist die Anbaufläche für Mais gar nicht so groß wie es scheint: Nur 16 % der Flächen werden für den Maisanbau genutzt.

Lüchow Dannenbergs  Baudirektor Jürgen Weinhold betont, dass es noch Kapazitäten für Biogasanlagen gibt, in Zukunft müsse aber geprüft werden, ob andere Energiepflanzen eingesetzt werden könnten.

Ganz andere Gedanken machen sich Regionalakteuere, wie Michael Seelig - für ihn ist das Wendland vor allem Brutstätte neuer, innovativer Ideen. Er diskutiert auf der Messe für regenerative Energien über die Energiebilanz von Biogasanlagen, inbesondere  wenn man die riesigen Energiefresser, die Erntemaschinen mit in die Betrachtung zieht.

Eindrücke aus Jameln im Video dokumentiert.


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von Dirk Drazewski, 2011-08-23 11:51
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Alternativen sind vorhanden - bald...
Nach ökologisch wie wirtschaftlich sehr vielversprechenden Versuchen der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau mit blühenden Wildpflanzen als Maisalternative läuft derzeit ein Feldversuch in Franken und Niedersachsen, in dem Landwirte und Biogaswirte Erfahrungen damit sammeln. Diese Wildpflanzenmischungen, die z.T. sogar höhere Erträge liefern als Mais (!) bedeuten: Kein Dünger, keine Pflanzenschutzmittel, keine Beize, also weniger Kosten und weniger Arbeitszeit (Stauden, Bodenbearbeitung alle 5 Jahre). Und: Nahrung und Lebensraum für Insekten und dadurch auch andere Tiere, blühende Felder für uns. Klingt wie ein Traum, ist aber real. Der Feldversuch läuft voraussichtlich bis 2014, dann wird erst noch ausgewertet ect. Hoffen wir, dass dann viele Energiewirte sofort umsatteln. Und wünschen wir Ortolan und Co., dass sie das noch erleben...

von: Maren Ramm  

Biogas ja / Monkulturisierung nein
Gerne noch 50 weitere Biogasanlagen in den Landkreis! Auch vor meiner Tür. Debatten um Lärm und Geruch dieser Anlagen finde ich fast schon lächerlich. Aber die Landwirte, die nun glauben den Schlüssel für Ihre landwirtschaftliche Zukunft als Energiewirte gefunden zu haben, machen einen enormen Fehler, nur auf Mais zu setzen, oder die Kacke aus Ihrem neuen MASSENtierstall zu verfeuern. Biogasanlagen wurden einst erfunden, weil darin aus nahezu jeder Biomasse Energie erzeugt werden kann. Letztlich kann da sogar Stroh oder Holz hinein, wenngleich die energetische Ausbeute dann natürlich gering ist. Es fällt ohne Ende Biomasse an in der Landwirtschaft, die nicht genutzt wird. Konventionelle Landwirte spritzen Kartoffelkraut tot, bevor sie mit dem Roder kommen. Das ist Biomassen, die Energie enthält und als Nebenprodukt zur Verfügung steht. Oder Rübenkraut. Natürlich noch die Fäkalien als den Ställen, Rasenschnitt, Kompost. Biogasanlagen - JA, aber nicht, wenn es die Monokulturisierung des Landes bedeutet mit allen Nebeneffekten, die gerade beim Mais auftreten - Bodenrosion, Wasserverbrauch (Mais schluckt gewaltig), Stromverbrauch (ja, Maisäcker werden eingezäunt, damit die wilden Sauen darin nicht rumrüpeln.

von: Energieverbraucher  

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