Thema: ehrenamt

Kartoffelstippe - Stadtmedaillen für engagierte Dannenberger

Für ihr ehrenamtliches Engagement sind im Rahmen der traditionellen „Kartoffelstippe“ in Dannenberg fünf Bürgerinnen und Bürger mit der Stadtmedaille ausgezeichnet worden: Bernhard Böhm, Elke Eschrich, Georg Salzwedel, Peter Selber und Helga Stern.

Im Zweijahresturnus bittet die Stadt Dannenberg zur „Kartoffelstippe“, stets am Freitag vor dem schon traditionellen Kartoffelsonntag. Eine Schar eingeladener Gäste freut sich bei dieser Begegnung zusammen mit den Geehrten über deren Auszeichnung und genießt ein Mahl, das dem Treffen seinen Namen verleiht. Serviert werden Kartoffel- und Fischvariationen, dazu diverse Saucen – die „Stippe“. Unter denen, die sich nun im Gasthaus Grönecke in Breese in der Marsch daran delektierten, begrüßte Stadtdirektor Jürgen Meyer die Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols (CDU) und Johanna Voß (DIE LINKE) sowie die Landtagsmitglieder Karin Bertholdes-Sandrock (CDU) und Miriam Staudte (Die Grünen); auch Landrat Jürgen Schulz war zugegen.

Das von Ilka Wagener geleitete Cello-Ensemble der Kreismusikschule umrahmte die Feierstunde, in der Bürgermeisterin Elke Mundhenk (Grüne) die fünf Ehrenamtlichen würdigte – mit Stadtmedaillen und Urkunden und mit kurzen Darstellungen des persönlichen Engagements:

Bernhard Böhm hat sich seit vielen Jahren um die Schützengilde zu Dannenberg verdient gemacht. Seit 1995 ist er ihr Präsident, im Jahr 2000 führte er sie als Schützenkönig zur Steubenparade nach New York. Auch durch beachtliche schießsportliche Leistungen hat sich Böhm Anerkennung erworben. Während seiner Ratsherrenzeit sei er als „unaufgeregter Kollege“ angenehm aufgefallen, erinnerte die Bürgermeisterin.

Viel Freizeit hat Elke Eschrich gern für das DRK geopfert - als dessen Vorsitzende im Raum Dannenberg. Nicht minder engagiert widmete sie sich ihren Aufgaben als Jugendschöffin, als Ratsfrau und als Vorsitzende der CDU-Frauenunion. Mit Klaviermusik erfreut die Dannenbergerin Besucherinnen und Besucher des Mehrgenerationenhauses in der Jeetzelstadt.

Ein unerschütterliches Werben um Frieden und Versöhnung kennzeichnet Georg Salzwedel. Der Pastor im Ruhestand hat die Bereitschaft zum Vergeben nicht nur gepredigt, sondern gelebt, und er lebt sie immer noch, insbesondere mit Blick auf Polen. In seiner Jugend war Salzwedel als einziger seiner Schulklasse einem durch Polen verübten Massaker entkommen. Doch er reichte den Nachbarn Deutschlands die Hand zur Aussöhnung, engagiert sich in der Aktion Sühnezeichen sowie für ehemalige polnische Zwangsarbeiter. Nach wie vor ist er gern Gesprächspartner junger Menschen, wenn es um Wege zum Frieden geht.

Rührig, freundlich und beliebt in der Bevölkerung - so kennzeichnete Elke Mundhenk in der Laudatio einen ihrer Amtsvorgänger: Dannenbergs ehemaligen Bürgermeister Peter Selber. Während seiner ehrenamtlichen kommunalpolitischen Arbeit habe er immer zu seiner klaren Meinung gestanden, sei nie Opportunist gewesen. „Das haben nicht alle goutiert“, sagte die Bürgermeisterin. Aber Argumente seien Selber nun mal wichtiger gewesen als Parteiräson. Mit Rat und Tat stand er „seinen“ Bürgerinnen und Bürgern zur Seite; besonders während des schlimmen Hochwassers 2002 war dies zu erleben.

Sowohl das Rote Kreuz als auch der Sozialverband Deutschland hat in Helga Stern eine gute und emsige Repräsentantin: Im Küchenteam des DRK hat sie unzählige Blutspender und -spenderinnen mit Stärkungen versorgt, und im Namen des SOVD war Helga Stern mittlerweile in vielen Häusern ein willkommener Gast, der zu Geburtstagen und Ehejubiläen gratulierte. Aktiv gezeigt hat sich Helga Stern darüber hinaus seit seiner Gründung 2006 im Frühbadeverein.

Foto: Hagen Jung // Mit Stadtmedaillen geehrt (von links): Georg Salzwedel, Elke Eschrich, Bernhard Böhm, Helga Stern und Peter Selber.




2012-11-04 ; von Hagen Jung (autor),
in 29451 dannenberg

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