Thema: glasfaser

Schluss mit Weiterversorgung - die Telekom spielt nicht mehr mit

Nicht wenige Telefonkunden werden von der Telekom nur noch weiterversorgt, bis ihr Glasfaseranschluss da ist. Der Telekom dauert das in vielen Fällen zu lange - und sie kündigt die Anschlüsse.


Wer im letzten Jahr die Kündigung der Telekom akzeptiert und stattdessen einen Glasfaseranschluss geordert hatte, könnte jetzt ein Problem bekommen. Die Telekom will die teils monatelange Weiterversorgung mit immer wieder neuen Verschiebungen der Übernahmetermine nicht mehr akzeptieren - und droht, die entsprechenden Telefonanschlüsse kurzfristig abzuschalten.

Nachvollziehbar, denn die Telekom versorgt ihre (ehemaligen) Kunden teilweise schon seit beinahe einem Jahr nur noch weiter, ohne einen längerfristigen Vertrag mit ihnen abgeschlossen zu haben.

Eine Übernahme des Anschlusses durch den neuen Anbieter (hier die NGN telecom - www.dbn.de) ist nur möglich, wenn die Telekom dem Portierungsauftrag zustimmt. Nach immer wieder neuen Veränderungen der Übernahmetermine hat die Telekom nun begonnen, dies nicht mehr zu akzeptieren. De facto bedeutet das, dass die Weiterversorgung aufgekündigt wird. Folge: die betroffenen Kunden stehen ohne Anschluss da, wenn sie nicht ganz schnell an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Was tun, wenn die Telekom droht, die Weiterversorgung aufzukündigen? Sofort den Glasfaseranbieter - die NGN telecom* > dbn.de - informieren, rät der Geschäftsführer der Breitbandgesellschaft Lüchow-Dannenberg, Detlef Hogan. "Sie (die NGN) wird sich dann mit der Telekom in Verbindung setzen und das Problem lösen," verspricht Hogan. "Schließlich ist die Telekom zur Weiterversorgung bis zur Übernahme durch den neuen Anbieter gesetzlich verpflichtet."

Glücklicherweise sind die vorbereitenden Arbeiten in den meisten Orten abgeschlossen, so dass der Termin für den Glasfaseranschluss dort nur noch von den Kapazitäten der eingesetzten Techniker abhängt. Wieviel Techniker insgesamt die Anschlüsse vornehmen, ist nicht bekannt. Aber es sind sechs beauftragte regionale Unternehmen, die jeweils eine unterschiedliche Anzahl an Technikern einsetzen. 

Übrigens: auf der dbn-Webseite wird wöchentlich angekündigt, welche Orte in der Folgewoche angeschlossen werden.

*Zum Verständnis: Die NGN Telecom GmbH  ist die Pächterin des Glasfasernetzes und gleichzeitig Vertragspartner für die Anschlüsse der Endkunden. "dbn" (das bessere Netz) ist das Produkt dieses Unternehmens (so wie "Magenta" ein Produkt der Telekom ist).




2020-09-11 ; von Angelika Blank (text),
in Lüchow-Dannenberg, Deutschland

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