Nicht nur wer die Medien pauschal für "Lügenpresse" hält, sollte diesen Film gesehen haben. "Spotlight" zeigt, wie ein ganzes Team des Bosten Globe jahrelang beharrlich recherchierte, um den Mißbrauchsskandal in der Katholischen Kirchen offen zu legen.
Robert Redford und Dustin Hoffman sind noch gut in Erinnerung als die "Unbestechlichen". In der Realität war dies ein Team der Washington Post, die es durch ihre hartnäckigen Recherchen schafften, dass der damalige amerikanische Präsident Richard Nixon zurücktreten musste. Als "Watergate-Skandal" ist diese Affäre weltweit bekannt geworden.
Ähnliches leisteten die Redakteure des Bosten Globe, nachdem sie jahrelang Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche gesammelt hatten. In "Spotlight" erzählt Regisseur Tom McCarthy die Geschichte dieses Teams - und der komplizierten Recherche bei katholischen Würdenträgern. Doch erst als ein neuer - nicht-katholischer - Chefredakteur die Leitung übernimmt, kommen die Recherchen richtig in Schwung. Und die Ergebnisse können veröffentlicht werden - was wiederum weltweit auf einen Skandal aufmerksam macht, der ohne die journalistische Arbeit nie aufgedeckt worden wäre.
KRITIKEN
faz.net: ... Recherche statt Rache ... „Spotlight“ erzählt ... ohne Mätzchen, ohne Glamour, ohne
Ehrgeiz auf etwas anderes als eine sauber recherchierte Story. Ein wahre
Geschichte. Gespielt von einem großartigen Schauspielerensemble. Eine
Feier der journalistischen Ethik und des journalistischen
Professionalismus. ... Aber das, worum es geht, sollte
bleiben. Die vierte Gewalt und die Verantwortung, die sie trägt. ... hier! gehts zur ganzen Kritik.
spiegel.de: ... Die Unbestechlichen ... Wer "Lügenpresse" sagt, sollte diesen Film sehen: Das für sechs Oscars nominierte Journalisten-Drama "Spotlight" erzählt packend, wie ein Investigativ-Team aus Boston einen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche aufdeckt. ... hier! gehts zur ganzen Kritik.
sueddeutsche.de: ... Warum "Spotlight" den Oscar verdient hat ... Die Ruhe des Films, das ist die Ruhe vor dem heutigen Hype, dieser
Youtube-Facebook-Twitter-Manie, dass alles erfasst und gepostet und
geteilt werden kann und dadurch vor dem Übersehen und Vergessen gerettet
wäre. Die Reporter dieses Films arbeiten ohne Aufnahmegeräte, viele der
von ihnen Befragten haben eine Scheu davor, also schreiben sie mit auf
ihren kleinen Blöcken, das Lauschen und das Schreiben wird eine
Bewegung, die Einheit von Hand und Hirn, das wahre "Aufnehmen". Eine
Bewegung von schönster Genauigkeit und Diskretion. .... hier! gehts zur ganzen Kritik.
"Spotlight" läuft im Kino Salzwedel am Montag, dem 25. 4. um 17.45 Uhr und um 20.15 Uhr.
Szenenfoto / Paramount : Jahrelange Recherchearbeit beim Boston Globe deckte einen gigantischen Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche auf.